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Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen

15. März 2017

Auch Unternehmen tragen dazu bei, gute Arbeit weltweit durchzusetzen. Die Bundesregierung unterstützt Unternehmen - insbesondere kleine und mittlere - im Rahmen ihrer CSR-Strategie dabei, ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

Corporate Social Responsibility - Wörter "Corporate Social Responsibility"
Quelle:  Colourbox

Zur Bewältigung der zentralen Aufgaben des 21. Jahrhunderts bedarf es einer gesamtgesellschaftlichen Anstrengung. Weder Politik, Wirtschaft, noch Zivilgesellschaft sind in der Lage, globale Herausforderungen wie Klimawandel, Armutsbekämpfung oder Menschenrechtsschutz im Alleingang zu lösen. Neben politischem Handeln und zivilgesellschaftlichem Engagement sind es vor allem verantwortungsbewusst handelnde Unternehmen, die mit ihrer Präsenz und ihrem Einfluss im In- und Ausland wesentlich zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen. Das tun sie zum Beispiel, indem sie auch dann international anerkannte Sozial- und Umweltstandards einhalten, wenn im Produktionsland keine entsprechende Gesetzgebung besteht oder diese nicht umgesetzt wird.

Die Bundesregierung fördert die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen (engl. "Corporate Social Responsibility", abgekürzt CSR) bereits seit vielen Jahren. Im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise wurden die Rufe nach mehr Verantwortung in der Wirtschaft immer lauter, nicht zuletzt auch im Rahmen des G8-Gipfels 2007 in Heiligendamm unter deutscher Präsidentschaft. In dieser Zeit übernahm das Bundesministerium für Arbeit und Soziales innerhalb der Bundesregierung die Federführung für das Thema CSR. Es gründete das Nationale CSR-Forum der Bundesregierung als ein Multistakeholder-Gremium, das die Bundesregierung bei der Entwicklung einer Nationalen CSR-Strategie maßgeblich unterstützt hat und kontinuierlich Empfehlungen für deren Weiterentwicklung ausspricht. Seitdem hat sich das CSR-Verständnis sowohl national als auch international deutlich gewandelt - nicht zuletzt auch im Zuge tragischer Unglücke an Produktionsstandorten westlicher Firmen in Schwellen- und Entwicklungsländern. Die gesellschaftliche Erwartungshaltung gegenüber Unternehmen ist spürbar gestiegen. Mit der Verabschiedung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte durch den UN-Menschenrechtsrat sowie der Überarbeitung der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen im Jahre 2011 rückte die unternehmerische Sorgfaltspflicht (engl. "due diligence") bei der Einhaltung von Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards ins Blickfeld. Auch die überarbeitete CSR-Definition der EU, welche "die Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft" (EU Mitteilung 2011) betont, knüpft an dieses veränderte CSR-Verständnis an und hat die nationale Diskussion entscheidend beeinflusst.

Ziel der CSR-Politik der Bundesregierung ist es, Unternehmen durch Unterstützungsangebote sowie einer klaren Erwartungskommunikation mehr Orientierung und Sicherheit zu geben, ihre Geschäftstätigkeit nachhaltig auszurichten und den neuen Anforderungen an die unternehmerische Sorgfaltspflicht gerecht zu werden.

Dies ist auch ein wichtiger Bestandteil der vom BMAS gestarteten Initiative Gute Arbeit weltweit fördern.

www.csr-in-deutschland.de

Bei CSR geht es um Unternehmen, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen - und zwar über ihre rechtlichen Pflichten hinaus.