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Wer ist auf Grundsicherung im Alter angewiesen?

27. Juni 2019

Die Mehrheit der Bezieher von Grundsicherung im Alter hat keine oder nur eine geringe Altersrente.

Bezieher von Grundsicherung im Alter nach Höhe der angerechneten Einkommen (2018)

ohne Einkommen19
unter 400 Euro36
400 bis 800 Euro42
über 800 Euro3

Hinweise zur Interpretation

Grundsicherung im Alter erhalten alle Personen, die die Regelaltersgrenze überschritten haben und deren Einkommen nicht ausreicht, um ihren Lebensunterhalt zu decken. Ein Fünftel der Bezieher hat kein angerechnetes Einkommen. Weitere 36 Prozent verfügen nur über ein geringes Einkommen von unter 400 Euro. Die Einkommensbezüge stammen in erster Linie aus Renten der gesetzlichen Rentenversicherung.

Definition

Personen, die die Altersgrenze erreicht haben und ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenen Einkommen bestreiten können, haben Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung im Alter nach dem Vierten Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII). Gemäß § 41 Abs. 2 SGB XII erreichen Geburtsjahrgänge vor dem 1. Januar 1947 die Altersgrenze mit Vollendung des 65. Lebensjahres. Für die Jahrgänge 1947 bis 1958 erhöht sich diese Altersgrenze je Jahrgang um je einen Monat und für die Jahrgänge 1959 bis 1964 um je zwei Monate. Ab dem Jahrgang 1964 liegt Altersgrenze somit bei 67 Jahren.

Der Anspruch der Empfänger von Grundsicherungsleistungen (Nettobedarf) ergibt sich aus der Differenz des individuellen Bedarfs (Bruttobedarf) und des anrechenbaren Einkommens (z.B. Altersrente). Nach Antragsstellung wird der Anspruch in der Regel vom örtlichen Träger der Sozialhilfe ermittelt. Zum Umfang der Leistungen zählen der maßgebende Regelbedarf, die angemessenen Aufwendungen für Unterkunft, Heizung und Warmwasseraufbereitung sowie evtl. Mehrbedarfe. Zudem werden Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, Zusatzbeiträge und Vorsorgebeiträge übernommen, soweit sie nicht aus eigenem Einkommen der Leistungsempfänger gezahlt werden. Damit entspricht die Grundsicherung, abgesehen vom Verzicht auf den Unterhaltsrückgriff und dem Ausschluss der Haftung von Erben, der Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Dritten Kapitel des SGB XII.