Navigation und Service

Sie sind hier:

Inanspruchnahme von Angebotsuntersuchungen in der arbeitsmedizinischen Vorsorge

Abschlussbericht

Titelblatt der Broschüre: 448
  • Stand Januar 2015
  • Verfügbarkeit als PDF

In den vergangenen zehn Jahren wurde die arbeitsmedizinische Vorsorge zu einem individuellen Arbeitsschutzinstrument weiterentwickelt, das der Aufklärung und Beratung der Beschäftigten über die Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Gesundheit dient und bei dem die Selbstbestimmungs- und Datenschutzrechte zu achten sind. In dem vorliegenden Forschungsprojekt hat das Institut für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Versorgungsforschung der Universitätsklinik Tübingen exemplarisch untersucht, welche Faktoren für die erfolgreiche Durchführung von Angebotsuntersuchungen bedeutsam sind. Die Studie bedient sich hierfür eines multimodularen Ansatzes mit qualitativen und quantitativen Anteilen. Im Ergebnis wird sichtbar, dass die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) in der Praxis angekommen ist. Zum Teil werden arbeitsmedizinische Vorsorge und Eignungsuntersuchungen jedoch nicht adäquat unterschieden. Mit der Änderung der ArbMedVV Ende Oktober 2013 konnten bereits wichtige Klarstellungen erreicht werden. Unsicherheiten bestehen auch im Zusammenhang mit den so genannten Berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen, die teilweise irrtümlich als verbindlich verstanden werden. Hier besteht noch Änderungs- und Klarstellungsbedarf. Übergreifend zeigt die Studie, dass die Inanspruchnahme der arbeitsmedizinischen Vorsorge maßgeblich vom Kenntnisstand aller Beteiligten zur Rechtslage abhängt und das Vertrauensverhältnis zum Betriebsarzt für die Beschäftigten von besonderer Bedeutung ist. Aufklärungsarbeit spielt deshalb auch weiterhin eine wichtige Rolle.

Bauarbeiter mit Gehörschutz und Schutzbrille auf einer Baustelle.

Ar­beits­schutz

Arbeitsschutz und Prävention sind wichtige Arbeitsschwerpunkte im Bundesministerium für Arbeit und Soziales.