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Vorbereitungsseminar für die Abschlussprüfung

14. Dezember 2017

Zwei junge Frauen und ein Mann sitzen an Pulten und schreiben auf Notizblöcke, lächeln

Hallo, ich bin Lena, bin 19 Jahre alt und habe im Bundesarbeitsministerium Berlin eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten gemacht. Am 1. August 2015 habe ich die Ausbildung im BMAS begonnen und beendete diese am 29. Juni 2018.

Die drei Jahre Ausbildung waren eine tolle, aufregende, aber auch anstrengende Zeit. Während der Ausbildung habe ich viel erlebt und durfte mich und mein Können bei spannenden Aufgaben unter Beweis stellen. So lernte ich nicht nur in der Schule, auf Lehrgängen oder im BMAS selbst viel über das Berufsleben, sondern auch in zahlreichen Seminaren.

Ein Seminar ist mir ganz besonders in Erinnerung geblieben. Das Prüfungsvorbereitungsseminar im Oktober 2017. Ja, Prüfungsvorbereitung klingt nicht sonderlich spannend, allerdings war es für mich absolut interessant.

Ihr seid sicherlich auch immer nervös vor Prüfungen und wollt die bestmöglichen Ergebnisse erreichen?! Doch manchmal hat man Angst oder weiß nicht, wie man sich auf die Prüfungen effektiv vorbereiten soll. Aus diesem Grund bietet das BMAS dieses Seminar an.

Die Abschlussprüfungen für meinen Ausbildungsberuf – Verwaltungsfachangestellte – fanden im Mai 2018 statt. In den Fächern Verwaltungsbetriebskunde, Verwaltungsrecht, Personalwesen sowie Wirtschaft – und Sozialkunde schreibt man an vier Tagen jeweils eine Prüfung. Den Abschluss der Prüfungszeit bildet eine mündliche Prüfung. Diese findet im Fach Reisekostenrecht statt.

Unser Dozent im Prüfungsvorbereitungsseminar vermittelte uns die Themen mit großem Fachwissen und mit sehr viel Spaß. Zu Beginn listeten wir auf, in welchen Fachgebieten eine Prüfung stattfindet und welche Fächer dazugehören. Als ich diese Liste sah, war mein erster Gedanke: "Oh Gott! Wie soll ich das alles schaffen?" Aber unser Dozent schaffte es sehr schnell, mich zu beruhigen. Er zeigte uns verschiedene Lernmöglichkeiten, damit wir herausfinden konnten, wie wir persönlich am besten lernen.
Eine Lerntechnik war z. B. das Visualisieren von Fachbegriffen. Er klebte im Seminarraum verschiedene Begriffe auf. Wir hatten etwas Zeit uns diese Begriffe einzuprägen und mussten sie dann wiedergeben. Am Ende des ersten Tages und am Morgen des zweiten Seminartages wiederholte er die Wiedergabe. Und tatsächlich: Ein Großteil der Begriffe war am zweiten Tag noch im Kopf.

Natürlich erklärte er uns auch, wie wir das Lernen am besten einteilen, da immer die Gefahr besteht, sich mit der Zeit im wahrsten Sinne des Wortes zu verzetteln. Durch die Einteilung "Aufnehmen und Wiedergeben" konnte man sich eine Art Lernplan machen. Zum Beispiel so: Bis Weihnachten lerne ich das Thema Buchhaltung und am 27. Dezember erkläre ich es meiner Familie und bearbeite Übungsaufgaben dazu. Und auf einmal ist die Materie LERNEN für mich greifbar! Schon nach dem ersten Seminartag fühlte ich mich um einiges sicherer.

Der zweite Seminartag behandelte eher die mündliche Prüfung und psychologische Aspekte. Wie ich bereits erwähnt habe, hatte ich sehr großen Respekt von den Prüfungen, vor allem vor der mündlichen. Unser Dozent zeigte uns Atem – und Entspannungsübungen, die beruhigen. Klar, so etwas ist bei jedem unterschiedlich. Mir hat es geholfen. Besonders geholfen hat mir die Übung "Die Eule". Sie ist dazu da, um Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich zu lösen. Man legt dabei die linke Hand auf die rechte Schulter, nahe beim Nacken. Dort drückt man dann den Muskel fest zusammen und atmet tief ein und aus, während man den Kopf nach rechts dreht, bis man bequem über die rechte Schulter gucken kann. Beim tiefen Einatmen dreht man seinen Kopf wieder in die Mitte und beim Ausatmen nach links. Bis man über die linke Schulter gucken kann. Danach atmet man wieder ein und dreht den Kopf wieder zur Mitte. Beim Ausatmen neigt man den Kopf leicht nach vorne und zieht das Kinn zur Brust. Beim Einatmen hebt sich der Kopf wieder.
Diese Übung wiederholt man dreimal. Wenn ihr wollt, könnt ihr sie ja auch mal ausprobieren.

Der Höhepunkt des Seminartages war eine Simulation einer mündlichen Prüfung für alle Ausbildungsberufe. Unser Dozent gab uns als Beobachtungsaufgabe den Auftrag, die Reaktion der jeweiligen Prüflinge in der Simulation unter die Lupe zu nehmen. Im Anschluss daran erfolgte eine kurze Feedbackrunde. Mir wurde gespiegelt, dass meine Mimik mich verraten hat, wenn ich etwas nicht wusste. Damit gab er uns praktische Tipps, wie wir die mündliche Prüfung gut bestehen können.

Das Seminar war in allen Punkten ein voller Erfolg. Es hat mir sehr geholfen und ohne es wäre ich sicherlich häufig verzweifelt gewesen.

Jetzt ist meine dreijährige Ausbildung vorbei und rückblickend kann ich sagen, dass es die absolut richtige Entscheidung war, diese im Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu absolvieren. Nicht nur, weil ich die Aufgaben des Ministeriums für besonders wichtig für die Gesellschaft erachte, sondern auch, weil ich persönlich viel für das Leben mitgenommen habe. In der Schule, bei der Arbeit und besonders bei den Seminaren habe ich super viel für meine zukünftige berufliche Tätigkeit gelernt.

Nachtrag: Und die Prüfungen waren dann doch nicht so schrecklich, wie vermutet.