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Beschäftigungs- und Sozialpolitik im Rahmen von G7 / G20

14. März 2017

Internationaler Austausch: Deutschland ist sowohl Mitglied der Gruppe der sieben führenden Industriestaaten (G7) als auch der Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20).

Zwei Hände halten eine kleine Weltkugel.

Bei der G7 und der G20 handelt es sich nicht um internationale Organisationen, sondern um informelle Foren der Zusammenarbeit, die in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen haben. Die Staats- und Regierungschefs dieser Staaten treffen sich in regelmäßigen Abständen zu Gipfeltreffen, um globale Themen und Fragestellungen zu diskutieren und abzustimmen. Daneben gibt es regelmäßige Treffen in verschiedenen Ressorts, wie beispielsweise der Arbeits- und Beschäftigungsminister.

Die G7

Zur Gruppe der Sieben gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die Vereinigten Staaten von Amerika, außerdem ist die Europäische Kommission vertreten. Der Vorsitz der Gruppe wechselt jährlich unter den Mitgliedern. 2015 hatte Deutschland den G7-Vorsitz, 2016 Japan. 2017 liegt die G7-Präsidentschaft in den Händen Italiens.

Arbeits- und Sozialpolitik der G7

Während der deutschen G7-Präsidentschaft 2015 konnte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das Thema "Standards in Lieferketten: Gute Arbeit weltweit fördern" auf die Agenda setzen. Es fand Eingang in die Abschlusserklärung, die die G7-Regierungschefs bei ihrem Gipfel im Juni 2015 in Elmau verabschiedeten. Angestoßen wurden zahlreiche konkrete Projekte, um das Thema weltweit voranzubringen, beispielsweise in multinationalen Foren wie G20 oder ASEM (Asien-Europa-Treffen, ein informelles Dialogforum von 31 europäischen und 20 asiatischen Staaten).

Mehr Informationen zur deutschen G7-Präsidentschaft finden Sie hier:

Deutsche G7- Präsidentschaft 2015

Mehr über Entstehung und Arbeitsweise der G7 erfahren Sie hier:

Informationen zu G7 auf www.bundesregierung.de

G20

Die "Gruppe der Zwanzig" existiert bereits seit 1999. Das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten 2009 in Pittsburgh/USA stellte jedoch einen wichtigen Einschnitt dar: Unter dem Eindruck der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise beschlossen sie, die G20 zum zentralen Forum für die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit zu machen. Die G20 ist wie die G7 ein informelles Forum. Sie ist keine internationale Organisation, sie besitzt weder einen eigenen Verwaltungsapparat noch eine permanente Vertretung ihrer Mitglieder.

Zur "Gruppe der Zwanzig" gehören neben Deutschland folgende 18 Staaten: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexico, Russland, Saudi Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei und die Vereinigten Staaten von Amerika. Darüber hinaus ist die EU vertreten. Wie auch bei den G7 wechselt jährlich die Präsidentschaft. 2015 lag die Präsidentschaft bei der Türkei inne, 2016 hat China die G20-Präsidentschaft, 2017 Deutschland.

Arbeits- und Sozialpolitik der G20

Der G20-Gipfel 2009 in Pittsburgh berief auch das erste G20 Arbeits- und Beschäftigungsministertreffen ein, um Fragen der Arbeits- und Sozialpolitik gleichberechtigt mit Fragen der Wirtschafts- und Finanzpolitik zu diskutieren. Die Gipfelerklärung von Pittsburgh betonte, dass "hochwertige Arbeitsplätze im Mittelpunkt der Erholung" von den Folgen der Krise stehen. Das erste Treffen der G20 Arbeits- und Beschäftigungsminister erfolgte im April 2010 unter US-amerikanischem Vorsitz in Washington.

Weitere Treffen der G20-Arbeits- und Beschäftigungsminister:

  • 26. bis 27. September 2011 in Paris/Frankreich
  • 17. bis 18. Mai 2012 in Guadalajara/Mexiko
  • 18. bis 19. Juli 2013 in Moskau/Russland
  • 10. bis 11. September 2014 in Melbourne/Australien
  • 3. bis 4. September 2015 in Ankara/Türkei
  • 12. bis 13. Juli 2016 in Peking/China
  • 18. bis 19. Mai 2017 in Bad Neuenahr/Deutschland

Am 1. Dezember 2016 hat Deutschland die G20-Präsidentschaft übernommen. Das BMAS will im Rahmen der Präsidentschaft die Bekämpfung von Ungleichheiten und die Förderung von inklusivem Wirtschaftswachstums innerhalb der G20 konsequent voranbringen. Gemeinsam mit den G20-Partnern sollen konkrete Handlungsoptionen und Politikempfehlungen erarbeitet werden, um dem gemeinsamen Ziel - der Schaffung von inklusiven, produktiven und zukunftsfähigen Arbeitsmärkten - einen wesentlichen Schritt näherzukommen. Die Themenschwerpunkte lauten:

  • Verbesserung der Qualität von Frauenerwerbstätigkeit
  • Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen, Migranten und Geflüchteten
  • Förderung nachhaltiger globaler Lieferketten
  • Gestaltung der Zukunft der Arbeit

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Themenschwerpunkt zur deutschen G20-Präsidentschaft: www.bmas.de/G20

Mehr Informationen zur G20 zur Entstehung und Arbeitsweise der G20 finden Sie hier:

Informationen zu G20 auf www.bundesregierung.de

Die zentrale Webseite der jeweiligen G20-Präsidentschaft finden Sie hier:

www.g20.org

Grup­pe der Sie­ben (G7) / Grup­pe der Acht (G8)

Informationen über Arbeitsweise und Entstehung der G7 und der G8 finden Sie auf der Seite der Bundesregierung.

Grup­pe der Zwan­zig (G20)

Informationen zur jeweiligen G20-Präsidentschaft auf der internationalen Website.