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Förderung der betrieblichen Altersversorgung

16. Oktober 2018

Der Aufbau einer betrieblichen Altersversorgung wird vom Staat auf verschiedene Weise unterstützt.

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  • Beiträge, die zur betrieblichen Altersvorsorge in eine Pensionskasse, einen Pensionsfonds oder eine Direktversicherung investiert werden, sind bis zu einer Grenze von acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung einkommensteuerfrei (2018: 6.240 Euro) und bis zu einer Grenze von vier Prozent (3.120 Euro) sozialversicherungsfrei. Das bedeutet zum Beispiel bei einer Entgeltumwandlung, dass bis zu diesen Grenzen umgewandeltes Arbeitsentgelt „brutto wie netto“ in die Betriebsrente fließen kann. Der Anspruch auf die gesetzliche Rente verringert sich allerdings durch eine Entgeltumwandlung. Die später ausgezahlten Betriebsrenten müssen dann versteuert werden. Sie unterliegen auch der vollen Beitragspflicht in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung.
  • Ab 2018 wird der Aufbau einer Betriebsrente von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit niedrigem Einkommen steuerlich besonders gefördert. Zahlt der Arbeitgeber für Beschäftigte mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von max. 2.200 Euro jährlich 480 Euro in eine betriebliche Altersversorgung ein, werden dem Arbeitgeber davon 144 Euro vom Staat erstattet.
  • Im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung ist auch die Riester-Förderung möglich (also Zulagen und Sonderausgabenabzug). Damit wird besonders für Beschäftigte mit geringerem Einkommen, die nur wenig Steuern zahlen und folglich auch über die steuerliche Förderung weniger Steuern einsparen können, eine lukrative Fördermöglichkeit eröffnet.
  • Damit sich die betriebliche Altersversorgung (und auch sonstiges Sparen für eine Zusatzrente) am Ende auch für Geringverdiener wirklich auszahlt, wird ab 2018 die Anrechnung von Zusatzrenten auf die Grundsicherung im Alter begrenzt. Damit wird sichergestellt, dass sich zusätzliches Sparen am Ende des Erwerbslebens auch für Geringverdiener immer lohnt.
  • Sofern für die Betriebsrente die Entgeltumwandlung genutzt wird, muss der Arbeitgeber spätestens ab 2022 grundsätzlich einen Arbeitgeberzuschuss von 15 Prozent des umgewandelten Gehalts zusätzlich an die Versorgungseinrichtung abführen.
Drei Ältere Männer unterhalten sich.

Ren­te

Eine zentrale Aufgabe des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ist es, die Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung zu erhalten, zu sichern und fortzuentwickeln.