Wie hoch ist die Hinzuverdienstgrenze, wenn ich die "Rente ab 63" beziehe?

Bei der abschlagsfreien "Rente ab 63" gelten - wie bei sämtlichen Altersrenten vor Erreichen der Regelaltersgrenze (derzeit 65 Jahre und 6 Monate für den Geburtsjahrgang 1952, zukünftig 67 Jahre) - Hinzuverdienstgrenzen. Wer eine Altersrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze als Vollrente in Anspruch nimmt, darf aktuell einen monatlichen Hinzuverdienst von maximal 450 Euro erzielen. Bei Überschreiten dieser Grenze wird die Altersrente in Abhängigkeit vom erzielten Erwerbseinkommen als Teilrente von zwei Dritteln, der Hälfte oder einem Drittel der Vollrente gezahlt. Die Höhe der Hinzuverdienstgrenzen für die Teilrenten ist individuell ausgestaltet und orientiert sich am Verdienst vor Rentenbeginn. Bei Überschreiten der höchsten Hinzuverdienstgrenze fällt der Anspruch weg.

Ab dem 1. Juli 2017 tritt die Neuregelung des Hinzuverdienstrechts durch das Flexirentengesetz in Kraft. Dann wird Hinzuverdienst oberhalb einer Grenze von 6.300 Euro im Kalenderjahr bis zu einer individuellen Obergrenze stufenlos zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet. Die individuelle Obergrenze bestimmt sich dabei nach dem höchsten sozialversicherungspflichtigen Jahreseinkommen der letzten 15 Kalenderjahre vor dem Renteneintritt. Erst bei Überschreiten der Obergrenze soll der darüber hinausgehende Hinzuverdienst in voller Höhe auf die Rente angerechnet werden.

Als Hinzuverdienst berücksichtigt werden Arbeitsentgelt (aus abhängiger Beschäftigung), Arbeitseinkommen (aus selbständiger Tätigkeit) und vergleichbares Einkommen (z. B. Vorruhestandsgeld).

Mit Erreichen der Regelaltersgrenze kann zu einer Altersrente unbegrenzt hinzuverdient werden.