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Stimmt es, dass der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung seit langer Zeit steigt?

27. Juni 2019

Trotz höherer Lebenserwartung liegt der Beitragssatz 2019 1,7 Prozentpunkte niedriger als 1999

Entwicklung des Beitragssatzes zur gesetzlichen Rentenversicherung

1957 1959 1961 1963 1965 1967 1969 1971 1973 1975 1977 1979 1981 1983 1985 1987 1989 1991 1993 1995 1997 1999 2001 2003 2005 2007 2009 2011 2013 2015 2017 2019
Beitragssatz 14 14 14 14 14 14 16 17 18 18 18 18 18,5 18 18,7 18,7 18,7 18,7 17,5 18,6 20,3 20,3 19,1 19,5 19,5 19,9 19,9 19,9 18,9 18,7 18,7 18,6

Hinweise zur Interpretation

Die Entwicklung des Beitragssatzes der gesetzlichen Rentenversicherung in den letzten 60 Jahren ist wesentlich von der demografischen Entwicklung der Bevölkerung, genauer gesagt vom Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentenempfängern geprägt. Aber auch Anpassungen im Rentenrecht und die wirtschaftliche Entwicklung spielen eine große Rolle, so dass trotz fortschreitender Alterung der Bevölkerung der Beitragssatz im Jahr 2019 um 1,7 Prozentpunkte niedriger liegt als im Jahr 1999.

Definition

Der Beitragssatz zur Rentenversicherung wird jährlich vom Gesetzgeber neu festgelegt. Im Jahr 2019 beträgt er in der allgemeinen Rentenversicherung 18,6 Prozent. Der Beitragsanteil wird jeweils zur Hälfte durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Der Beitragssatz ändert sich entsprechend der Finanzlage der gesetzlichen Rentenversicherung. Dabei ist grundsätzlich die Höhe der Nachhaltig­keits­rücklage entscheidend. Droht die Nachhaltig­keits­rücklage unterhalb von 0,2 Monatsausgaben zu fallen, wird der Beitragssatz erhöht. Liegt die Nachhaltigkeitsreserve über 1,5 Monatsausgaben wird der Beitragssatz verringert. Bis zum Jahr 2025 ist festgelegt, dass der Beitragssatz mindestens 18,6 Prozent betragen muss und 20 Prozent nicht überschreiten darf.

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