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Soziale Teilhabe durch Arbeit für junge erwachsene Flüchtlinge und erwerbsfähige Leistungsberechtigte (STAFFEL)

4. September 2017

Ziel des Programms "STAFFEL" ist die Förderung von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen für junge anerkannte Flüchtlinge sowie junge erwerbsfähige Leistungsberechtigte im SGB II, die auf Grund ihrer individuellen Vermittlungshemmnisse erst an die Anforderungen des allgemeinen Arbeits- und Ausbildungsmarktes herangeführt werden müssen. Zudem soll das Bundesprogramm dazu beitragen, das Mit-und-Voneinander-Lernen beider Zielgruppen zu stärken.

Zwei junge Menschen in einer Spülküche.

Zielgruppen

Die Förderung konzentriert sich auf zwei Personengruppen im SGB II im Alter zwischen 25 und 35 Jahren mit besonderen Problemlagen:

  • anerkannte Flüchtlinge, die einen gültigen Aufenthaltstitel besitzen und
  • erwerbsfähige Leistungsberechtigte, deren Vermittlung auf Grund ihrer individuellen Vermittlungshemmnisse erschwert ist.

Beiden Personengruppen ist gemein, dass sie besonderer Anleitung und Betreuung bedürfen und an den Arbeitsmarkt herangeführt werden müssen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse mit einer Arbeitszeit von 20 Stunden pro Woche. Die Förderung ist als Festbetragsfinanzierung ausgestaltet und beträgt maximal 681 Euro.

Darüber hinaus wird für Anleitung, Betreuung und Coaching pro Monat und Teilnehmerin/Teilnehmer eine Pauschale in Höhe von 270 Euro gezahlt.

Begleitende Aktivitäten

Geförderte Arbeitsverhältnisse allein reichen nicht aus, um die Ziele dieses Programms zu erreichen. Vielmehr bedarf es den individuellen Problemlagen der Leistungsberechtigten angepasster, flankierender Anstrengungen. Dazu gehören beispielsweise beschäftigungsbegleitende Aktivitäten, um die teilnehmenden Personen zu stabilisieren und ihre Chancen auf eine Beschäftigung am allgemeinen Arbeitsmarkt zu verbessern. Sinnvoll erscheinen auch Angebote, die soziale Problemlagen wie etwa Bewältigung von Traumata und Traumafolgeerkrankungen, Sucht- und Schuldenprobleme oder gesundheitliche Einschränkungen angehen.

Programmumfang

Bei einer Laufzeit bis Ende 2019 stehen für die Förderung von rund 550 Plätzen insgesamt 21 Millionen Euro zur Verfügung.

Programmumsetzung

Interessierte Projektträger konnten bis Ende Juli 2016 Konzeptvorschläge zur Förderung beim BMAS einreichen. Bewilligt wurden bundesweit neun Projekte.

Weitere Einzelheiten können der Förderrichtlinie entnommen werden.

Fragen können unter der E-Mail: Staffel@bmas.bund.de gestellt werden.