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Migranten und Migrantinnen

17. Juni 2020

Arbeit ist eine Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Migranten und Migrantinnen, die erwerbsfähig und hilfebedürftig sind und über eine Bleibeperspektive verfügen (z.B. ein Aufenthaltsrecht besitzen, das sich nicht allein aus dem Zweck der Arbeitsuche ergibt), haben nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) Anspruch auf Beratung, Vermittlung, Förderung, und Lebensunterhaltsleistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende.

Eine Frau und ein Mann mit Migraftionshintergrund.

Diese Migrantinnen und Migranten haben Anrecht auf intensive individuelle Förderung. Eingeschränkt sind nur die Ansprüche der Leistungsberechtigten nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (d.h. insbesondere Asylbewerberinnen und Asylbewerber. Sie sind von den Leistungen nach dem SGB II generell ausgenommen. Allerdings haben Asylbewerberinnen und Asylbewerber sowie Geduldete mit Arbeitsmarktzugang, , Zugang zur öffentlichen Arbeitsvermittlung nach den Bestimmungen des Dritten Buches Sozialgesetzbuch (SGB III) Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.arbeitsagentur.de).

Mangelnde Deutschkenntnisse sind nach wie vor die Hauptursache für Integrationsprobleme. Manchmal eröffnet die Muttersprache eines Migranten bzw. einer Migrantin aber auch Chancen auf die Vermittlung in Arbeit. Wenn der persönliche Ansprechpartner mit einem Migranten bzw. einer Migrantin eine Eingliederungsvereinbarung schließt, fließen die Sprachkenntnisse ebenso ein wie persönliche Fähigkeiten und fachliche Kenntnisse. Zugleich stellt der Ansprechpartner den individuellen Förderbedarf fest. Auch hier geht es oft darum, ob der Migrant oder die Migrantin gut genug Deutsch spricht. Migrantinnen und Migranten, die in Deutschland bleiben wollen, müssen deshalb gegebenenfalls einen Integrationskurs belegen. Die Ausländerämter wie auch die leistungsbewilligenden Stellen wie die Jobcenter können zur Teilnahme auffordern und verpflichten; bei Weigerung besteht die Möglichkeit von Leistungsminderungen. Migrantinnen und Migranten, die schon einen Integrationskurs besucht haben, können ihre Sprachkenntnisse mit der berufsbezogenen Deutschsprachförderung nach § 45a Aufenthaltsgesetz weiter verbessern, damit auch die berufliche Integration besser gelingen kann. Mit Integrationskursen und berufsbezogener Deutschsprachförderung kann die deutsche Sprache vom Niveau A0 des Gemeinsamen Referenzrahmens für Europäische Sprachen bis zum Niveau C2, sowie auch in berufsspezifischen Modulen möglich erlernt werden (weitere Informationen dazu unter www.bamf.de).

Mit dem sog. "Anerkennungsgesetz" hat der Bund für die in seiner Zuständigkeit geregelten Berufe den Rechtsanspruch auf ein Anerkennungsverfahren ausgeweitet.hat, Damit werden auch die Chancen für Menschen mit einer ausländischen Berufsqualifikationen verbessert, in Deutschland in ihrem erlernten Beruf zu arbeiten (weitere Informationen dazu unter www.anerkennung-in-deutschland.de). Im Förderprogramm Integration durch Qualifizierung - IQ wurden flächendeckend Erstberatungsstellen für Anerkennungssuchende eingerichtet.

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