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Junge Menschen

1. August 2017

Junge Menschen im Gespräch
Quelle:  Colourbox

Die richtige Berufswahl zu treffen ist eine schwierige Aufgabe für junge Menschen. Daher ist für einen erfolgreichen Übergang von der Schule in das Berufsleben die Unterstützung bei der Berufswahl entscheidend. Eine (erste) qualifizierte Berufsausbildung für den Arbeitsmarkt wird immer wichtiger, weil zunehmend mehr Arbeitsplätze für un- oder angelernte Arbeitskräfte wegfallen. Im Jobcenter kümmert sich ein fester Ansprechpartner um Jugendliche unter 25 Jahren, die Arbeitslosengeld II beziehen und vermittelt ihnen einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle. Er kümmert sich auch darum, dass Jugendliche Zugang zu weiteren Förderangeboten wie z. B. den berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen erhalten.

Betreuung

Jeder Jugendliche hat einen festen persönlichen Ansprechpartner, der für alle Fragen die erste Anlaufstelle ist. Er soll sich um maximal 75 Jugendliche kümmern. Das verschafft dem Ansprechpartner/der Ansprechpartnerin mehr Zeit für den einzelnen Jugendlichen. Eine gemeinsam erarbeitete Eingliederungsvereinbarung legt für beide Seiten fest, was getan werden muss, damit es mit der Ausbildung oder einer neuen Arbeit klappt. Manchmal zeichnet sich in den Gesprächen ab, dass ein Jugendlicher Probleme hat, die seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt schmälern. Dann schaltet der persönliche Ansprechpartner einen Fallmanager ein, der dafür sorgt, dass diese Probleme aufgearbeitet werden.

Wer grundsätzlich bildungsfähig und interessiert ist, erhält in der Regel eine betriebliche Berufsausbildungsstelle (= Lehrstelle). Für Jugendliche mit Bildungs- oder sozialen Defiziten stehen weitere Instrumente zur Eingliederung zur Verfügung

Instrumente zur Eingliederung Jugendlicher

Nicht alle Jugendlichen, die fähig sind eine Ausbildung zu machen, erhalten auf Anhieb eine Lehrstelle. Die Ursache können schlechte Schulnoten ebenso wie ein Mangel an Angeboten sein. Jugendliche bis 25 Jahre können sich aber über eine betriebliche Einstiegsqualifizierung die Chance erarbeiten, ihren Ausbildungsbetrieb zu finden.

Die Grundsicherungsstelle bezahlt an den Arbeitgeber für diese Art des Praktikums einen Zuschuss bis zu 231 Euro zur Vergütung des Jugendlichen zuzüglich eines pauschalierten Anteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag. Eine Einstiegsqualifizierung dauert sechs bis zwölf Monate.

Junge Menschen ohne Schulabschluss haben eingeschränkte Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Deshalb besteht ein Anspruch auf Förderung der Vorbereitung auf den nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses im Rahmen einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme der Agentur für Arbeit. Manche Jugendliche haben schon praktische Erfahrungen gesammelt, ihnen fehlen aber grundlegende Kenntnisse. Sie erhalten die Möglichkeit zur beruflichen Qualifizierung.

Jugendliche mit Migrationshintergrund können Defizite bezüglich der deutschen Sprache haben. Sie können dann einen Sprachkurs besuchen.

Motivieren und Grenzen setzen: Die Sanktionen

Lehnt ein Jugendlicher ein Angebot ohne wichtigen Grund ab, kann der persönliche Ansprechpartner/die Ansprechpartnerin die Geldleistung für die folgenden drei Monate kürzen. Im Wiederholungsfall kann das Arbeitslosengeld II auch komplett gestrichen werden. Dann kann der Jugendliche  jedoch Sachleistungen wie Kleidung oder geldwerte Leistungen wie Lebensmittelgutscheine erhalten.