In vielen Branchen können typischerweise vorkommende Materialien, wie Chemikalien, Lösemittel oder z. B. Baumaterialien, Gefahrstoffe enthalten, die potenzielle Risiken für Beschäftigte bedeuten.
Für alle Fachkräfte, die in diesen Branchen arbeiten, ist es wichtig, sich der Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz aufgrund der eigenen Tätigkeiten bewusst zu sein. Dazu gehören Beeinträchtigungen des Atemtraktes, Entwicklung einer Hautkrankheit oder Risiken für bestimmte Krebsarten.
Zum Schutz von Fachkräften vor berufsbedingtem Krebs hat das BMAS gemeinsam mit einer Vielzahl europäischer Partner in den vergangenen Jahren Faktenblätter zu zahlreichen Gefahrstoffen auf der Aktions-Website "S.T.O.P. Carcinogens at Work" zusammengestellt.
40 Faktenblätter zu krebserzeugenden Stoffen und Tätigkeiten
Von dem bekannten Asbest über das in Batteriespeichern essenzielle Kobalt bis hin zu UV-Strahlung geben die Faktenblätter klare Basisinformationen:
- Wo spielen die krebserzeugenden Stoffe eine Rolle?
- Wie viele Beschäftigte sind von welchen konkreten Gesundheitsrisiken betroffen?
- Was kann der Arbeitgebende und Arbeitnehmer*innen tun, um die Gefahr zu reduzieren?
Die Faktenblätter sollen praktisch und einfach lesbar für Arbeitgebende, Arbeitnehmer*innen, Sicherheitsbeauftragte sowie Aufsichtsbeamte sein, um einen einfachen Einstieg in die Gefährdungsbeurteilung zu ermöglichen. Jedes Faktenblatt deckt das Thema ohne unnötige Fachbegriffe ab und spricht die zwei wichtigsten Dinge direkt an: Risiken verstehen und ins Handeln kommen. Inzwischen sind die Faktenblätter in 15 in der EU gesprochenen Sprachen verfügbar.
Die Roadmap on Carcinogens ist ein Aktionsbündnis aus 13 europäischen Staaten und Sozialpartnern, die sich seit 2016 gemeinsam mit der EU-Kommission und den EU-Agenturen OSHA und ECHA für eine Stärkung der Prävention berufsbedingter Krebserkrankungen engagieren.