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Versorgungssicherheit bei Atemschutzmasken sichern

1. April 2020

Krisenstab der Bundesregierung gibt neues Wiederverwendungsverfahren für medizinische Schutzmasken in Ausnahmefällen bekannt.

Eine Atemschutzmaske der Klasse FFP3.

Aktueller Hinweis (29.04.2020):

Die Versorgungssituation mit FFP-Masken hat sich stabilisiert. Es besteht keine akute Notfallsituation. Daher wurde die hier beschriebene Verfahrensanwendung aktuell ausgesetzt.

Neuere Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass es Bedenken bezüglich des vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) empfohlenen Verfahrens gibt und daher eine Validierung erforderlich ist. Das Verfahren bleibt deshalb solange ausgesetzt, bis eine Neubewertung der aktuellen Studienlage durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) erfolgt ist. Eine entsprechende Empfehlung bleibt abzuwarten. Sobald ein angepasstes Verfahren validiert worden ist, wird dieses für den absoluten Notfall und akuten Mangel von FFP2 und FFP3-Masken bereitgestellt.

Der Schutz des medizinischen Personals hat oberste Priorität. Deswegen hat sich die Bundesregierung frühzeitig entschieden, auch zentral medizinische Schutzausrüstung zu beschaffen. Solche Schutzausrüstung ist aber in Zeiten der Pandemie ein weiterhin knappes Gut. Die Versorgungslage für Schutzausrüstungen ist durch die weltweite Nachfrage extrem angespannt. Hier gilt es jetzt pragmatische und zielführende, aber dennoch sichere Lösungen zu finden, um die Versorgung des medizinischen Personals mit Atemmasken mit Filterfunktion (FFP2 und FFP3) zu gewährleisten.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und das Bundesministerium für Gesundheit haben daher dem Krisenstab der Bundesregierung ein neuartiges Wiederverwendungsverfahren von Atemschutzmasken vorgeschlagen. Zukünftig gibt es die Möglichkeit, im Rahmen des Verfahrens eine begrenzte Wiederaufbereitung (maximal dreimal) von Atemschutzmasken insbesondere mit Filterfunktion (FFP2 und FFP3) durchzuführen. Dazu sind besondere Sicherheitsauflagen einzuhalten: Das neue Verfahren erfolgt durch das ordnungsgemäße Personifizieren, Sammeln und Dekontaminieren der Masken durch Erhitzen. Es kann in Ausnahmefällen, wenn nicht ausreichend persönliche Schutzausrüstung vorhanden ist, in den Einrichtungen des Gesundheitswesens mit vorhandenen Mitteln kurzfristig umgesetzt werden, ohne das Schutzniveau zu senken.

Dazu erklären Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn:

Der Schutz des Personals im Gesundheits- und Pflegebereich hat oberste Priorität. Es ist gut, dass wir hier schnell und vorausschauend eine sichere Lösung für mögliche Lieferengpässe finden konnten. Es werden gleichzeitig alle Anstrengungen unternommen, ausreichend neue Schutzmasken auf dem Weltmarkt zu ordern.

Detaillierte Informationen finden Sie im nachstehenden Papier des Krisenstabs zum Einsatz von Schutzmasken in Einrichtungen des Gesundheitswesens.

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