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Bund und Länder fördern Zukunftszentren ab 2021 bundesweit

7. Dezember 2020

Träger für Berlin und westdeutsche Bundesländer ausgewählt

Arbeitnehmerin mit Helm und Warnweste in der Industrie

Für das Bundesprogramm "Zukunftszentren KI" hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gemeinsam mit den zuständigen Landesministerien sieben Träger für die westdeutschen Bundesländer und Berlin ausgewählt. Die Zukunftszentren sollen im 1. Quartal 2021 starten. Ihre Aufgabe ist es, kleine und mittlere Unternehmen sowie deren Beschäftigte beim digitalen Wandel zu unterstützen, insbesondere bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI). Finanziert wird das Programm aus Mitteln der "Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung" (KI-Strategie) sowie des BMAS. Bis Ende Dezember 2022 stehen dafür allein aus Bundesmitteln mehr als 34 Millionen Euro bereit. In den ostdeutschen Bundesländern sind die Zukunftszentren bereits Ende 2019 gestartet.

Björn Böhning, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales:

Um mit dem rasanten digitalen Wandel mitzuhalten und wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchen vor allem kleine und mittlere Unternehmen Hilfestellungen. Das leisten wir mit unserem Bundesprogramm "Zukunftszentren KI". Anfangs haben sich diese Projekte auf die ostdeutsche Wirtschaft konzentriert. Aber der Bedarf ist bundesweit vorhanden. Dem tragen wir nun Rechnung. Das Besondere an den Zukunftszentren ist, dass sie bundesweit gleich aufgebaut, dabei aber regional verankert und auf die spezifischen Bedürfnisse vor Ort ausgerichtet sind. So entstehen passgenaue Lösungen, die den Unternehmen ganz praktisch weiterhelfen.

 Die ausgewählten Träger sind:

  • für die norddeutschen Bundesländer (Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen) das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gGmbH,
  • für Nordrhein-Westfalen die ZENIT GmbH,
  • für Hessen die Rheinisch-Westfälisch Technische Hochschule Aachen,
  • für Rheinland-Pfalz und Saarland die Festo Lernzentrum Saar GmbH sowie
  • für die süddeutschen Bundesländer (Bayern, Baden-Württemberg) sowie für Berlin jeweils die f-bb Forschungsinstitut Betriebliche Bildung gGmbH,
  • der regionenübergreifende Zusammenschluss Diakonisches Werk der Evangelischen Landeskirche in Baden e. V. mit Fokus auf die Sozial- und Pflegewirtschaft für die Bundesländer Berlin, Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Des Weiteren hat das BMAS die Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH als übergeordnetes "KI-Wissens- und Weiterbildungszentrum" ausgewählt. Dieses Zentrum soll länderübergreifend Wissen zu menschenzentrierten KI-Systemen generieren, praktische Umsetzungserfahrungen zielgruppengerecht aufbereiten sowie für die Regionalen Zukunftszentren bereitstellen. Zu den Aufgaben gehört es auch, die Erkenntnisse sowohl den Arbeitsmarktakteuren vor Ort als auch dem BMAS zur Verfügung zu stellen.

Die Zukunftszentren sind ein Teil der KI-Strategie. Beschäftigte und Unternehmen sollen bei der Einführung digitaler und KI-basierter Systeme unterstützt und diese gemeinsam mit den Beschäftigten menschenzentriert gestaltet werden. Qualifizierung im Betrieb soll neu gedacht und erprobt werden - immer mit dem Ziel, die Selbstlern- und Gestaltungskompetenz zu fördern und die Betriebe und ihre Beschäftigten fit für den Wandel zu machen. Dafür werden die Zukunftszentren beispielsweise regionale Unterstützungsbedarfe auswerten und daraus innovative Lehr- und Lernkonzepte entwerfen, um die Beschäftigten von KMU passgenau zu qualifizieren.

Bundesprogramm "Zukunftszentren (KI)"

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