Navigation und Service

Sie sind hier:

"2018 war ein sehr gutes Jahr für den Arbeitsmarkt."

4. Januar 2019

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil kommentiert die Arbeitsmarktzahlen für Dezember 2018 und gibt einen Ausblick auf das Jahr 2019.

Container-Schiffe im Hafen.
Quelle:  iStock

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil:

2018 war ein sehr gutes Jahr für den Arbeitsmarkt. Im Jahresdurchschnitt waren 2.340.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Das ist ein erfreulicher Rückgang um acht Prozent gegenüber 2017 und der geringste Wert seit der Wiedervereinigung. Diese guten Zahlen ermöglichen es uns zum 1.1.2019 die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung auf 2,5 Prozent zu senken. Das haben Beschäftigte und Arbeitgeber gemeinsam erarbeitet.

Besonders freut mich, dass die Langzeitarbeitslosigkeit 2018 um fast zehn Prozent zurückgegangen ist. 2018 waren im Schnitt 813.000 Menschen zwölf Monate und länger arbeitslos.

Im Dezember ist die Arbeitslosigkeit jahreszeitlich bedingt um 23.000 Personen leicht gestiegen, saisonbereinigt aber um 14.000 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt mit 4,9 weiter unter 5 Prozent. Im Vergleich zu Dezember 2017 waren im Dezember 2018 175.000 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Hocherfreulich ist der Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit im Vergleich zum Dezember 2017 um 98.000 auf 754.000 Menschen.

Das ist immer noch zu viel, zumal ein Viertel der Langzeitarbeitslosen bereits mehr als vier Jahre arbeitslos ist. Mit dem Teilhabechancengesetz haben wir zum 1.1.2019 einen sozialen Arbeitsmarkt eingeführt und so langzeitarbeitslosen Menschen Perspektiven aus der Arbeitslosigkeit und einen Weg in den Arbeitsmarkt und in einen geregelten Arbeitsalltag eröffnet. Das verbessert das Leben der Menschen ganz konkret. Daher werden wir 2019 alles tun, dass der soziale Arbeitsmarkt zu einem Erfolg für die Menschen wird und die Langzeitarbeitslosigkeit weiter zurückgeht.

2019 wird auch ein wichtiges Jahr, um die Fachkräftesicherung voranzubringen. Mit dem Qualifizierungschancengesetz werden Unternehmen, die vom Strukturwandel betroffen sind, massiv unterstützt, in die Qualifizierung ihrer Belegschaften zu investieren. So wird sichergestellt, dass die Beschäftigten von heute auch die Arbeit von morgen machen können. Mit der Fachkräftestrategie der Bundesregierung aktivieren wir weitere in- und ausländische Fachkräftepotenziale. Ein wichtiger Punkt dabei ist das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, mit dem wir den Arbeitsmarkt endlich auch für nichtakademische Fachkräfte öffnen.“

Brück­en­teil­zeit

Seit dem 1. Januar 2019 gilt die Brückenteilzeit. Sie ermöglicht zeitlich befristete Teilzeitarbeit mit einem Rückkehrrecht in die vorherige Arbeitszeit.

So­zia­ler Ar­beits­markt

Seit dem 1. Januar 2019 gilt das Teilhabechancengesetz. Es bietet langzeitarbeitslosen Menschen neue Perspektiven am Arbeitsmarkt.

Qua­li­fi­zie­rungs­of­fen­si­ve

Informationen zur Qualifizierungsoffensive und zur Senkung des Beitragssatzes der Arbeitslosenversicherung.