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Soziale Entschädigung

27. April 2010

Informationen zur Sozialen Entschädigung, der Kriegsopferfürsorge und dem Opferentschädigungsrecht.

Zu sehen ist eine Person im Rollstuhl.

Soziale Entschädigung in der Bundesrepublik Deutschland bedeutet: Wer einen gesundheitlichen Schaden erleidet, für dessen Folgen die Gemeinschaft in besonderer Weise einzustehen hat, hat Anspruch auf Versorgung im Rahmen der Sozialen Entschädigung.

Die Leistungen der Sozialen Entschädigung richten sich nach dem Gesetz über die Versorgung der Opfer des Krieges (Bundesversorgungsgesetz), das ursprünglich für die Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen des Zweiten Weltkriegs geschaffen wurde. Als "Grundgesetz der Versorgung" gilt es seit Jahrzehnten in entsprechender Anwendung auch für weitere Personengruppen, die nach bestimmten Nebengesetzen Ansprüche haben.

Dazu gehören insbesondere

  • Opfer von Gewalttaten,
  • Wehrdienstbeschädigte,
  • Zivildienstbeschädigte,
  • Opfer staatlichen Unrechts in der DDR und Impfgeschädigte sowie deren jeweilige Hinterbliebene.

Weitere Informationen zum deutschen Opferentschädigungsrecht erhalten Sie hier.

Die Leistungen bemessen sich nach Umfang und Schwere der Schädigungsfolgen sowie dem jeweiligen Bedarf und setzen sich aus mehreren Einzelleistungen zusammen (Geld- und Sachleistungen).

Hierzu zählen beispielsweise

  • Beschädigten- und Hinterbliebenenrente,
  • Pflegezulage und Berufsschadensausgleich,
  • sowie Bestattungsgeld,
  • als auch Leistungen zur Heil- und Krankenbehandlung und medizinischen Rehabilitation.

Die Rentenleistungen an Geschädigte und Hinterbliebene, die dem Ausgleich schädigungsbedingten Mehraufwandes dienen oder die vorrangig ideellen Charakter haben, werden ohne Berücksichtigung des Einkommens gezahlt. Die übrigen Leistungen dienen als Einkommens- oder Unterhaltsersatz und hängen daher vom Einkommen des Berechtigten ab.

Ergänzt werden die eben genannten Leistungen bei besonderem Bedarf durch die Kriegsopferfürsorge. Sie wird im Hinblick auf die größte Gruppe der Leistungsberechtigten so genannt. Umfasst sind aber auch alle anderen Berechtigten in der Sozialen Entschädigung. Zu den meist einkommensabhängigen Hilfen gehören z.B. die Hilfe zur Pflege, ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt oder Hilfen in besonderen Lebenslagen. Weitere Informationen über die Kriegsopferfürsorge erhalten Sie hier.

Für die Durchführung der Sozialen Entschädigung sind die örtlich zuständigen Versorgungsbehörden sowie die Träger der Kriegsopferfürsorge in den einzelnen Ländern verantwortlich.

So­zia­le Si­che­rung im Über­blick

Die Broschüre ermöglicht einen zusammenfassenden Überblick über das System der sozialen Sicherung in der Bundesrepublik Deutschland.

Kriegs­op­fer­für­sor­ge (Bro­schü­re)

Die Kriegsopferfürsorge ist Teil des sozialen Entschädigungsrechts. Sie wird im Hinblick auf die größte Gruppe der Leistungsberechtigten so genannt, umfasst aber alle Fürsorgeleistungen im sozialen Entschädigungsrecht.