Können Rentenanwartschaften auch mit dem Partner geteilt werden?

Ja. Anstelle der herkömmlichen Hinterbliebenenversorgung haben jüngere Paare die Möglichkeit, durch eine übereinstimmende Erklärung beider Ehegatten ein Rentensplitting der gemeinsam in der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften zu erreichen. Entscheiden sie sich für ein Rentensplitting, können sie jedoch später keine Hinterbliebenenrente erhalten. Beide Ansprüche schließen einander aus.
Splittingvoraussetzungen:

  1. Bei beiden Ehepartnern müssen jeweils mindestens 25 Jahre an rentenrechtlichen Zeiten (einschließlich Kinderberücksichtigungszeiten) vorhanden sein, und

  2. die Ehe muss nach dem 31.12.2001 geschlossen worden sein, oder die Ehe bestand bereits zu diesem Zeitpunkt und beide Partner waren am 01.01.2002 jünger als 40 Jahre.

Die Wirkung der Teilung tritt schon zu Lebzeiten beider Ehegatten ein, nämlich dann, wenn auch der zweite Ehepartner in Rente geht oder der andere mindestens 65 Jahre alt ist. Wenn ein Partner vor der Erfüllung der genannten Voraussetzungen verstorben ist, dann kann der überlebende Ehegatte wählen, ob er eine Hinterbliebenenrente beziehen oder das Rentensplitting erklären will. Bei Vorliegen der genannten Voraussetzungen können auch Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft ein Rentensplitting beantragen.

Zur Entscheidungshilfe sollten sich die Partner vom zuständigen Rentenversicherungsträger beraten zu lassen.