Meine Altersteilzeitvereinbarung endet, wenn ich 63 Jahre alt bin. Mir fehlen dann noch x Monate für die 45 Jahre an Wartezeit für die abschlagsfreie Rente ab 63. Kann ich ab 63 in Rente gehen, wenn ich für die fehlenden Monate einen Abschlag akzeptiere?

Die Rente ab 63 ist als abschlagsfreie Rente ausgestaltet, ohne Möglichkeit, sie vorzeitig und mit Abschlägen zu beziehen. Es ist deshalb auch nicht möglich, die Rente ab 63 in Anspruch zu nehmen, wenn für die zum Anspruch fehlenden Kalendermonate ein Abschlag von jeweils 0,3 % vorgenommen wird. Dies widerspräche dem Sinn und Zweck der rentenrechtlichen Abschläge: Abschläge dienen dazu, den versicherungsmathematischen Ausgleich unterschiedlicher Rentenbezugszeiten zu erreichen. Jeder vorzeitige Rentenbezug für bestimmte Personengruppen belastet die übrigen Mitglieder der Solidargemeinschaft. Um diese Belastungen in Grenzen zu halten, wird die Rente bei einem vorzeitigen Renteneintritt — d.h. grundsätzlich vor Erreichen der Regelaltersgrenze — durch Abschläge in Höhe von 0,3 % pro Monat des vorgezogenen Rentenbezugs gemindert. Durch diesen Rentenabschlag soll das sich über die gesamte Rentenlaufzeit ergebende Rentenvolumen (Gesamtrentenvolumen) so bestimmt werden, dass es bei durchschnittlicher Lebenserwartung unabhängig vom Rentenbeginn gleich bleibt. Einen Ausgleich bei nicht rechtzeitig erfüllten Voraussetzungen sollen sie dagegen nicht schaffen.