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Die Digitalisierung verändert unser Leben – und wie wir arbeiten. Darauf müssen wir uns auch in der Arbeitsmarktpolitik vorbereiten, um Chancen und Schutz im Wandel zu gewährleisten. Eine erste Antwort geben wir mit unserer Qualifizierungsoffensive, indem wir bestehende Förderinstrumente zur Weiterbildung öffnen und die Beratung durch die Bundesagentur für Arbeit stärken.

Diejenigen, die schon lange vergeblich nach Arbeit suchen, haben ohne Unterstützung absehbar keine realistische Chance auf einen regulären Arbeitsplatz. Ihnen wird das Teilhabechancengesetz eine neue Perspektive eröffnen und den Weg in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ebnen.

Mit dem Angehörigenentlastungsgesetz sollen unterhaltspflichtige Angehörige entlastet werden. Die Grafik zeigt dazu einen Beispielfall, was sich geändert hat und wer entlastet wird. Beispielfall: Eltern werden pflegebedürftig und benötigen Leistungen der Hilfe zur Pflege nach dem SGB XII, weil sie die Kosten für die Pflegeleistung nicht selbst tragen können. Und was passiert dann? Unterhaltsverpflichtete Angehörige (z.B. Kinder) werden vom Sozialamt finanziell herangezogen. Was hat sich mit dem Angehörigenentlastungsgesetz geändert? Bis zu einem Bruttojahreseinkommen von 100.000 Euro findet in der Sozialhilfe und dem Sozialen Entschädigungsrecht keine Unterhaltsheranziehung mehr statt. Außerdem wird in der Eingliederungshilfe nach dem SGB IX kein Betrag mehr von Eltern volljähriger Kinder gefordert. Wer wird entlastet? Unterhaltsverpflichtete Eltern und Kinder von Leistungsbeziehern nach dem SGB XII und dem Sozialen Entschädigungsrecht. Dabei gilt die Ausnahme von Eltern minderjähriger Leistungsbezieher nach dem Dritten Kapitel SGB XII, die ihren Kindern weiterhin zum Unterhalt verpflichtet sind. Eltern volljähriger Kinder, die Eingliederungshilfe nach dem SGB IX erhalten, werden allerdings entlastet.

Unterhaltsverpflichtete Eltern und Kinder von pflegebedürftigen Angehörigen werden entlastet. Wir nehmen ihnen die Angst vor einem Unterhaltsrückgriff durch den Sozialhilfeträger. Erst ab einem Jahresbruttoeinkommen von mehr als 100.000 Euro wird auf das Einkommen unterhaltsverpflichteter Eltern und Kinder zurückgegriffen.