Digitalisierung

Ein Jahr KI-Observatorium

Ein Jahr nach dem Start des KI-Observatoriums (KI-O), einem Projekt der Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft im Kontext der KI-Strategie, zieht Bundesminister Hubertus Heil eine erste Bilanz.

Das im März 2020 gestartete Projekt KI-Observatorium hat den Auftrag, die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz (KI) auf Arbeitswelt und Gesellschaft zu untersuchen. Im Fokus der Aktivitäten steht die Frage, wie KI-Technologien menschenzentriert und verantwortungsbewusst eingesetzt werden können.

So hat das KI-Observatorium Indikatoren für die Bereiche Arbeit, Kompetenzen und Gesellschaft entwickelt, die nun erstmals auf der Webseite veröffentlicht werden. Diese Kennzahlen sollen dazu beitragen, die Auswirkungen des Einsatzes von KI auf den Menschen besser zu beobachten, Herausforderungen zu erkennen und auf dieser Grundlage Handlungsempfehlungen zu entwickeln.

Das im Rahmen des KI-O geförderte Projekt „ExamAI – KI-Testing & Auditing“ der Gesellschaft für Informatik (GI) untersucht, mit welchen Kontroll- und Testverfahren Sicherheit, Transparenz, Gleichbehandlung und Datenschutz bei der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine sichergestellt werden können. Solche Verfahren sind wichtiger Bestandteil, um KI sicher und vertrauenswürdig einzusetzen. Im November 2020 hat ExamAI Szenarien zur Anwendung von KI in den Bereichen Personalmanagement und Produktionsautomatisierung vorgestellt. Die Szenarien sollen kritische Abläufe aber auch Nutzen beim Einsatz von KI veranschaulichen und dienen als Ausgangspunkt zur Analyse bestehender Probleme, Ungleichbehandlungen, Sicherheitsrisiken und Rechtsverstößen.

Mit dem Observatorium Künstliche Intelligenz fokussiert das BMAS die Frage nach den Auswirkungen von KI auf Arbeit und Gesellschaft.

Seit August 2020 bietet die Fachdialogreihe „Mensch-Technik-Interaktion – Arbeiten mit KI“ eine Plattform für den fachlichen und praxisnahen Austausch. In sechs Workshops mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten diskutieren Expert*innen, wie Mensch und Maschine in der Praxis zu guten Kolleg*innen werden und wie wir Innovationen gestalten. Zwei Workshops haben bereits stattgefunden, bis Mitte Mai 2021 werden vier weitere folgen.

Die Erkenntnisse in den Forschungsprojekten des KI-O, wie auch der intensive Austausch mit KI-Expert*innen aus aller Welt – z.B. im Rahmen des Global Partnership on AI – bilden die Basis für die Beteiligung des BMAS am europäischen und internationalen Diskurs über die Auswirkungen von KI auf Mensch, Arbeitswelt und Gesellschaft. Zuletzt brachte sich das BMAS hier bei der Stellungnahme der Bundesregierung zum KI-Weißbuch der EU-Kommission ein.

Im zweiten Jahr wird das KI-Observatorium seine bisherigen Schwerpunkte weiter vertiefen und die Erkenntnisse aus den bisherigen Projekten in die Praxis überführen.

Über all dem steht das Ziel einer verantwortungsvollen Entwicklung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz. KI soll transparent sowie nachvollziehbar bleiben und dazu dienen, menschliche Fähigkeiten zu fördern und Menschen zu entlasten.

Weitere Informationen