Arbeitsschutz

Biostofftag 2015: Globale biologische Risiken im Blick

"Biostoffe – eine ständige Herausforderung für den Arbeitsschutz" – unter diesem Motto stand der diesjährige Biostofftag. Er fand am 28. April, dem Welttag für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, statt. Gemeinsam mit dem Ausschuss für biologische Arbeitsstoffe (ABAS) hatte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in Berlin geladen, um hier sowohl Themen der betrieblichen Praxis als auch globaler Herausforderungen zu diskutieren. Besonderes Augenmerk lag auf dem technischen Regelwerk, der Einstufung von Biostoffen und biologischen Risiken im Kontext der Globalisierung.

Die Relevanz der Themen spiegelte sich im großen Interesse der Fachöffentlichkeit wider. Die rund 160 Teilnehmenden befassten sich in drei Themenblöcken mit einem Programm, das rückblickend Erreichtes bilanzierte und einen Ausblick auf die künftigen Aufgaben und Arbeitsschwerpunkte gab. Besondere Bedeutung hatte die diesjährige Veranstaltung, weil der ABAS 2015 sein 20-jähriges Jubiläum begeht. Zu diesem Anlass wurde zum ersten Mal der ABAS-Ehrenpreis durch Staatssekretär Thorben Albrecht, BMAS, verliehen. Der Preis für besondere Leistung im Bereich Arbeitsschutz und Biostoffe wurde in diesem Jahr an Dr. Lucia Voegeli-Wagner vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und an Dr. Stefan Dreller von der DGUV verliehen. Beide haben sich durch ihr langjähriges Engagement als ehrenamtliche Mitglieder des ABAS verdient gemacht.

Der erste Block der Veranstaltung widmete sich dem Regelwerk des ABAS. Im zweiten Teil lag der Fokus auf der Einstufung von Biostoffen. Ein Blick auf das Spannungsverhältnis von Globalisierung und biologischen Risiken rundete die Fachtagung inhaltlich ab. Vertreter des Robert-Koch-Instituts und der Fraport AG referierten über besondere Gefährdungssituationen an der Schnittstelle von Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie über die Auswirkungen hochinfektiöser Krankheiten. Ein Thema, das nicht zuletzt durch die jüngste Ebola-Epidemie an wissenschaftlicher und öffentlicher Bedeutung gewonnen hat.

Die Fachveranstaltung richtete sich insbesondere an Beschäftigte und Personalvertretungen, aber auch an Arbeitgeber, Betriebsärzte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Sicherheitsbeauftragte, staatliche und berufsgenossenschaftliche Aufsichtsdienste und sonstige interessierte Personen. VDSI-Mitglieder erhielten für ihre Teilnahme an der Fachveranstaltung zwei VDSI-Punkte.

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 700 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

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