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Europa

Zu Gast in zentralasiatischer Republik Kirgistan

Im Rahmen einer Delegationsreise in die zentralasiatische Republik Kirgistan hat Staatssekretär Jörg Asmussen eine Reihe an politischen Gesprächen geführt.

Der stellvertretende Premierminister Valerij Dill wies auf das große Probleme des Fachkräftemangels in der kirgisischen Wirtschaft hin. Im Gegensatz zu Deutschland bestehe dieser auf Grund mangelnder Ausbildungskapazitäten und nicht auf Grund eines demographischen Wandels in der Bevölkerung. Insgesamt sei der kirgisische Arbeitsmarkt sehr stark von dieser Problematik geprägt, was mitursächlich für die hohe Arbeitslosigkeit sei.

Bei dem Gespräch mit dem Minister für Arbeit, Jugend und Migration Alymkulov Tolbashievich standen Themen aus dem Bereich der Arbeitsmarktpolitik und ein Austausch über die verschiedenen Sozialversicherungssysteme im Vordergrund. Staatssekretär Asmussen machte Ausführungen zum deutschen Sozialstaatsmodell und tauschte sich mit Minister Tolbashievich über verschiedene Modelle der Sozialversicherung angefangen bei Bismarck bis hin zum heutigen Modell des Sozialfonds in Kirgistan aus. 

Die ehemalige Präsidentin Rosa Otunbajewa gab einen Überblick über die Lage in der gesamten Region und hat noch einmal deutlich, wie schon vorherige Gesprächspartner, auf die Gefahr durch radikalen Islamismus hingewiesen, der durch die schwierige wirtschaftliche Lage einen Nährboden finde.

Darüber hinaus standen Besuche bei sozialen Projekten in Bischkek und angrenzenden Regionen auf dem Programm, die durch die KfW finanziell gefördert wurden.

Staatssekretär Asmussen zeigte sich erfreut, dass Deutschland für die kirgisische Regierung ein wichtiger Partner ist.

Das Interesse am deutschen Staats- Gesellschafts- und Sozialsystem ist enorm. Wir haben als Bundesregierung ein vitales Interesse daran, Kirgistan beim Aufbau einer funktionierenden sozialen Marktwirtschaft zu unterstützen und damit einen Beitrag zur Stabilisierung der einzigen parlamentarischen Demokratie Zentralasiens zu leisten und  so auch islamistischem Extremismus ein Stück weit den Boden zu entziehen.

Von links: Der kirgisische Arbeitsminister Alymkulov Tolbashievich und BMAS-Staatssekretär Jörg Asmussen