8. Welche Auswirkungen hat eine Unterbrechung des Kurzarbeitergeldbezugs auf eine Kurzarbeitergelderhöhung ab dem vierten bzw. siebten Monat?

Gezählt werden die individuellen Bezugsmonate des Beschäftigten, es kommt nicht darauf an, wann und wie lange Kurzarbeit im Betrieb eingeführt und ob diese zwischenzeitlich unterbrochen wurde. Für den erhöhten Leistungssatz ist es ausreichend, wenn Beschäftigte insgesamt in drei bzw. sechs Monaten Kurzarbeitergeld bezogen haben. Die Zählwirkung beginnt nach einer Unterbrechung nicht wieder von vorne. Dies gilt auch bei Beschäftigten, die während des Bezugs von Kurzarbeitergeld den Arbeitgeber wechseln und dort  (erneut) Kurzarbeitergeld beziehen. 

Beispiel A:
Ein/e Arbeitnehmer/in im Gastgewerbe hat im März, April und Mai 2020 Kurzarbeitergeld bezogen und war ab Juni 2020 nicht mehr in Kurzarbeit. Im Betrieb wird ab November 2020 (vierter Bezugsmonat) erneut Kurzarbeit eingeführt. Die/der Arbeitnehmer/in erhält ab November 2020 ein erhöhtes Kurzarbeitergeld. 

Beispiel B:
Ein/e Arbeitnehmer/in aus der Veranstaltungsbranche hat im Juni, Juli und August 2020 Kurzarbeitergeld bezogen und wechselt zum 1. September 2020 den Betrieb. Dort wird im Oktober 2020 Kurzarbeit eingeführt. Die/der Arbeitnehmer/in erhält ab Oktober 2020 ein erhöhtes Kurzarbeitergeld. 

Diese Regelung gilt bis zum 31. Dezember 2021 für Beschäftigte, deren Kurzarbeitergeldanspruch bis zum 31. März 2021 entstanden ist.