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Frauen wohnungslos - wer hilft?

13. November 2020

BMAS fördert erfolgreiche EHAP-Projektarbeit in Aachen, Eschweiler und Stolberg. Staatssekretär Dr. Rolf Schmachtenberg überreicht Projektbewilligung an das Projekt "Auffallen"

Wohnungslose Frau auf Parkbank hält Pappschild mit Schriftzug "Help".

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales verlängert 45 Projekte im Rahmen des Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP). Wichtige Angebote und Unterstützungsstrukturen für die EHAP-Zielgruppen sollen so vor Ort weiter aufgebaut und nach der Förderung dauerhaft in kommunalen Strukturen weitergeführt werden. 

Zu den ausgewählten Projekten gehört das Projekt "Auffallen - Aufsuchende Beratung wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Frauen in Aachen, Eschweiler und Stolberg".

Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales:

Das Projekt ‚Auffallen‘ ist ein hervorragendes Beispiel für erfolgreiche Projektarbeit.

Mit den konkreten Planungen für eine Fachberatungsstelle für Frauen in Eschweiler und Stolberg hat das Projekt ein sehr zentrales Projektziel erreicht. So können wichtige Angebote und Unterstützungsstrukturen für benachteiligte Menschen vor Ort aufgebaut und nach einer Förderung dauerhaft weitergeführt werden. Ein solcher Erfolg ist nur dann möglich, wenn Kommunen und Projektträger vor Ort von der Antragstellung bis hin zur konsequenten Umsetzung aktiv zusammenarbeiten, erläuterte Staatssekretär Schmachtenberg anlässlich der Übergabe der Projektbewilligung am 13. November in Aachen. 

Dem Projekt wurden für den Zeitraum von Januar bis Dezember 2021 weitere rund 140.000 Euro bewilligt, um insbesondere wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen nachhaltig zu unterstützen. 

Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen sind in der Öffentlichkeit kaum sichtbar, da sie häufig in verdeckter Wohnungslosigkeit leben. Nicht zuletzt deswegen leben sie  oftmals in Abhängigkeitsverhältnissen. Hinzu kommen mögliche weitere vielfältige Problemlagen, wie beispielsweise Verschuldung, fehlende Krankenversicherung oder eine hohe Gewaltbetroffenheit. Passgenaue Hilfen müssten daher sehr frühzeitig ansetzen, gender- und kulturspezifisch erfolgen und auf einem längerfristig angelegten Vertrauensverhältnis zwischen Beraterinnen und betroffenen Frauen aufbauen. Die Frauen werden frühzeitig beraten und an bestehende Hilfsangebote herangeführt. 

Peter Brendel, Geschäftsführer des Aachener Projektträgers Wabe e.V., Diakonisches Netzwerk Aachen:

Dazu benötigen wir dauerhaft gute Beraterinnen, Zeit, Geld und eine gute Vernetzungsstruktur vor Ort. Wir freuen uns daher sehr über die Projektverlängerung, die uns noch mal ein Jahr lang die Möglichkeit gibt, die Projektarbeit gut abzusichern.

EHAP-Projekte seien bewusst so angelegt, dass ein hohes Maß an Vernetzung notwendig sei, um überhaupt in die Förderung zu kommen, erläuterte Dr. Rolf Schmachtenberg bei der virtuellen Übergabe der Projektbewilligung. Wir fördern nicht nur Projekte, sondern sorgen auch für Transparenz, Synergien und dafür, dass wichtige Angebote für diejenigen, die in unserer Gesellschaft Hilfe brauchen, dauerhaft genutzt und erhalten bleiben. Und wir flexibilisieren die Rahmenbedingungen so, dass die Projekte trotz Corona ohne Einschränkungen weiterarbeiten können.

Europäischer Hilfsfonds

Der EHAP leistet einen Beitrag zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung.

Eu­ro­päi­scher Hilfs­fonds für die am stärks­ten be­nach­tei­lig­ten Per­so­nen in Deutsch­land (EHAP)

Videokonferenz zur Projektbewilligung für das EHAP-Projekt "Auffallen - Aufsuchende Beratung wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Frauen in Aachen, Eschweiler und Stolberg“ am 13.11.2020.

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