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Internationale Beschäftigungs- und Sozialpolitik

14. März 2017

Fragen der Beschäftigungs- und Sozialpolitik gewinnen in einer stark vernetzten Weltgemeinschaft auch international zunehmend an Bedeutung. Sinn und Zweck der internationalen Arbeit des BMAS ist der Austausch von Erfahrungen mit internationalen Partnern und die soziale Gestaltung der Globalisierung.

Flaggen verschiedener Länder

Mit Herausforderungen wie dem demographischen Wandel, der Arbeitsmarktintegration von Migranten oder auch dem Fachkräftemangel steht Deutschland nicht alleine da. Zentrale Themen unserer Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik spielen auch in anderen Ländern eine Rolle. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) steht deshalb sowohl auf politischer Ebene als auch auf Arbeitsebene in regem Austausch mit zuständigen Ministerien, Verwaltungen und Sozialpartnern in Partnerländern - in Europa und der ganzen Welt.

Durch den Welthandel und die internationale Arbeitsteilung ergeben sich in einer globalisierten Welt darüber hinaus zahlreiche Aufgaben, die Deutschland nur gemeinsam mit internationalen Partnern lösen kann. Zum Beispiel tragen die führenden Industrienationen eine besondere Verantwortung, wenn es um Sozialstandards wie Arbeitsschutz und soziale Sicherung in internationalen Lieferketten geht. Mehr dazu in unserem G7-Schwerpunkt "Gute Arbeit weltweit".

Konkrete Themen der internationalen Arbeit des BMAS sind:

  • die Stärkung des sozialen Schutzes und die Ausweitung der sozialen Sicherheit für alle,
  • die Förderung des sozialen Dialogs zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, den so genannten Sozialpartnern,
  • die Schaffung und Sicherung von Beschäftigung,
  • die Umsetzung der Normen der Internationalen Arbeitsorganisation, insbesondere der grundlegenden Rechte und Prinzipien bei der Arbeit (ILO-Kernarbeitsnormen),
  • Förderung der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen (CSR) und
  • die nachhaltige Verankerung der zuvor genannten sozial- und beschäftigungspolitischen Forderungen im globalen finanz- und wirtschaftspolitischen Kontext einschließlich G7/G20 und ASEM (Asien-Europa-Treffen) sowie Weltbank und Internationalem Währungsfonds.

Die internationale Zusammenarbeit in der Beschäftigungs- und Sozialpolitik findet zum einen im bilateralen Bereich statt. Das bedeutet, dass der Austausch von Fachwissen oder Verhandlungen über Abkommen zwischen zwei Partnern erfolgt. Wichtige bilaterale Treffen sind zum Beispiel Regierungskonsultationen zwischen zwei Ländern, bei denen sich die Regierungschefs und die verschiedenen Ministerinnen und Ministern der Bundesregierung mit ihren jeweiligen Kolleginnen und Kollegen treffen. Aber auch unabhängig von Regierungskonsultationen finden gegenseitige Delegationsbesuche der einzelnen Ministerien (Ressorts) zu verschiedenen Themen statt. Allein das BMAS empfängt jährlich über 100 ausländische Delegationen.

Weiterhin wirkt das BMAS in zentralen multilateralen Formaten mit, also bei regelmäßigen Foren und Treffen, an denen mehrere Partner beteiligt sind. Dazu gehören die bereits genannten G7/G20 und ASEM. Außerdem arbeitet das BMAS eng mit internationalen Organisationen und Gremien wie den Vereinten Nationen (VN), der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), der Organisation für die wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD), der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und dem Europarat zusammen. Für die Zusammenarbeit mit der ILO ist das BMAS innerhalb der Bundesregierung federführend zuständig. Weiterführende Informationen zur IAO, zu den VN, zur OECD, zur OSZE und zum Europarat finden Sie hier.

Einen besonderen Schwerpunkt der Arbeit des BMAS gibt es seit der deutschen G7-Präsidentschaft im Jahr 2015. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat das BMAS das Thema "Standards in Lieferketten: Gute Arbeit weltweit fördern" auf die Agenda gesetzt. Es fand Eingang in die Abschlusserklärung, die die G7-Regierungschefs im Juni 2015 auf ihrem Gipfeltreffen in Elmau verabschiedet haben. Angestoßen wurden zahlreiche konkrete Projekte, um konkrete Verbesserungen in Produktionsländern zu erreichen und um das Thema international noch weiter voranzubringen. Mehr Infos zu diesem Schwerpunkt erhalten Sie hier.

Gu­te Ar­beit welt­weit för­dern: In­itia­ti­ve "Stan­dards in Lie­fer­ket­ten"

Die Einhaltung von sozialen Standards in globalen Lieferketten ist ein Schwerpunktthema der internationalen Arbeit des BMAS.

In­ter­na­tio­na­le Or­ga­ni­sa­tio­nen

Die Internationale Zusammenarbeit bei der Sozial- und Beschäftigungs­politik wird von unter­schiedlichen Organisationen gewährleistet.