Sind im Todesfall auch Hinterbliebene durch die Unfallversicherung abgesichert?

Ist der Tod eines Versicherten durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit eingetreten, wird an die Hinterbliebenen (Witwen/Witwer, Kinder oder Enkel, Geschwister, Eltern) ein pauschales Sterbegeld in Höhe von einem Siebtel der im Zeitpunkt des Todes geltenden Bezugsgröße gezahlt (Höhe 2020: 5.460 Euro alte Länder, 5.160 Euro neue Länder). Ist der Tod nicht am Ort der ständigen Familienwohnung des Versicherten eingetreten, werden außerdem die Kosten für die Überführung an den Ort der Bestattung erstattet. Voraussetzung ist, dass der Versicherte sich dort aus Gründen aufgehalten hat, die im Zusammenhang mit seiner versicherten Tätigkeit oder mit den Folgen des Versicherungsfalls stehen. Das Sterbegeld sowie die Überführungskosten werden an die Person gezahlt, die die Kosten der Bestattung und Überführung trägt. Haben außenstehende Dritte die Bestattung besorgt, werden Ihnen die tatsächlich entstandenen Kosten bis zur Höhe des Sterbegeldes erstattet.

Darüber hinaus kommt die Zahlung von Hinterbliebenenrente in Betracht. Sie wird dem Ehegatten und den Kindern eines infolge Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit verstorbenen Versicherten vom Todestag an gewährt. Auch frühere Ehegatten sowie die Eltern des Verstorbenen erhalten auf Antrag Rente, wenn dieser ihnen gegenüber zur Zeit des Todes unterhaltspflichtig war oder während des letzten Jahres vor dem Tod Unterhalt geleistet hat. Sind mehrere frühere Ehegatten vorhanden, erhält jeder nur den Teil der Rente, der im Verhältnis zu den anderen Berechtigten der Dauer seiner Ehe mit dem Versicherten entspricht.