Wird Familienarbeit in Form von Kindererziehung rentenrechtlich berücksichtigt?

Ja. Kindererziehungszeiten werden im Umfang von drei Jahren, bei Geburt des Kindes vor 1992 im Umfang von zweieinhalb Jahren angerechnet. Diese Zeiten wirken rentenbegründend und rentensteigernd wie Pflichtbeitragszeiten aufgrund einer Erwerbstätigkeit. Sie werden mit 100 Prozent des Durchschnittsentgeltes bewertet.

Hinzu kommen Berücksichtigungszeiten für die Kindererziehung bis zum 10. Geburtstag des Kindes. Berücksichtigungszeiten sind eigenständige rentenrechtliche Zeiten, die sich nicht direkt auf die Rentenhöhe auswirken, aber dennoch für die spätere Rente Bedeutung haben (siehe dazu die Frage "Was sind Kinderberücksichtigungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung?").

Zudem werden gegebenenfalls für nach dem 31. Dezember 1991 liegende Kalendermonate mit Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung oder mit Zeiten der nicht erwerbsmäßigen Pflege eines pflegebedürftigen Kindes bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres - wenn mindestens 25 Jahre mit rentenrechtlichen Zeiten vorhanden sind - in bestimmtem Umfang Entgeltpunkte zusätzlich ermittelt oder gutgeschrieben.