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Sind vor allem alte Menschen bedürftig?

27. Juni 2019

Im Alter ist ein deutlich geringerer Teil der Bevölkerung auf Mindestsicherungsleistungen angewiesen als insgesamt.

Quote der Empfänger von Mindestsicherung und Grundsicherung im Alter

Mindestsicherungsleistungen GesamtbevölkerungGrundsicherung ab Regelaltersgrenze
200610,12,3
20079,62,4
200892,5
20099,22,4
20108,82,4
20118,72,6
20128,72,8
20138,93
20149,23
201510,13,2
2016103,1
20179,53,2

Hinweise zur Interpretation

Der Anteil der Personen, die auf Grundsicherung im Alter angewiesen sind, ist in den letzten 10 Jahren von 2,3 Prozent auf derzeit 3,2 Prozent gestiegen. In der Gesamtbevölkerung ist dagegen ein deutlich höherer Anteil der Menschen bedürftig. Die sogenannte Mindestsicherungsquote liegt mit aktuell gut 9 Prozent drei Mal so hoch.

Definition

Die vom Statistischen Bundesamt errechnete Mindestsicherungsquote stellt die Zahl der Personen, die Leistungen nach dem SGB II "Grundsicherung für Arbeitsuchende" (Arbeitslosengeld II / Sozialgeld), nach dem 3. und 4. Kapitel SGB XII (Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung), die Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und die Leistungen der Kriegsopferfürsorge nach dem Bundesversorgungsgesetz erhalten, im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung Deutschlands dar.

Die Grundsicherungsquote stellt die Zahl der Personen, die Grundsicherung im Alter nach dem 4. Kapitel des SGB XII beziehen im Verhältnis zur gleichaltrigen Bevölkerung in Deutschland dar.