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Leben wir heute länger als früher?

27. Juni 2019

Die Lebenserwartung bei Geburt hat sich in den letzten rund 150 Jahren in etwa verdoppelt.

Fernere Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren in Deutschland

MännerFrauen
1871/18819,610
1881/18909,810,3
1891/190010,110,6
1901/191010,411,1
1924/192611,512,2
1932/193411,912,6
1949/195112,813,7
1960/196212,414,6
1964/196612,315,1
1968/197011,814,9
1972/197412,215,5
1976/197812,616,1
1980/198213,116,8
1984/198613,717,5
1988/199014,218
1992/199414,518,2
1996/199815,118,9
2000/200215,919,6
2004/200616,820,2
2008/201017,320,6
2014/201617,8121,03
2015/201717,821

Hinweise zur Interpretation

Die Lebenserwartung in Deutschland ist in den vergangenen knapp 150 Jahren massiv angestiegen. So hat sich die Lebenserwartung bei Geburt seit 1871 bei beiden Geschlechtern in etwa verdoppelt und liegt aktuell bei 78,4 Jahren (Männer) bzw. 81,2 Jahren (Frauen). Diese Entwicklung ist wesentlich auf in dieser Zeitspanne verbesserte Ernährungs-, Hygiene- und Wohnbedingungen zurückzuführen, die die Mortalität von Säuglingen, Kindern und Müttern deutlich senkten.

Die in der jüngeren Vergangenheit zu beobachtende Zunahme der Langlebigkeit schlägt sich wiederum in der ferneren Lebenserwartung ab einem Alter von 65 Jahren nieder. Sie beträgt bei Männern 17,8 Jahre und bei Frauen 21 Jahre, womit sich die verbleibende Lebenszeit 65-Jähriger in den letzten 40 Jahren für beide Geschlechter um etwa fünf Jahre erhöht hat. Dabei hat sich der Anstieg der Lebenserwartung in den letzten Jahren abgeschwächt, zwischen 2014/2016 und 2015/2017 ist die fernere Lebenserwartung für Männer und Frauen annähernd konstant geblieben. Aktuelle Bevölkerungsvorausberechnungen gehen jedoch weiterhin von einem künftigen Anstieg der Lebenserwartung aus.

Definition

Bei den Sterbetafeln des Statistischen Bundesamtes (Periodentafeln) handelt sich um eine Momentaufnahme der Sterblichkeitsverhältnisse der gesamten Bevölkerung für den jeweiligen Zeitpunkt. Eine Prognose der zukünftigen Entwicklung der Lebenserwartung ist nicht eingeschlossen. Die Lebenserwartung Neugeborener gibt an, wie lange sie den aktuellen Überlebensverhältnissen entsprechend durchschnittlich leben würden. 65-Jährige erreichen statistisch gesehen ein höheres Lebensalter als Neugeborene, weil Sterberisiken vor dem Alter 65 bereits überlebt wurden. Es handelt sich um Durchschnittswerte für die Gesamtbevölkerung, die in unterschiedlichen demografischen Gruppen unterschiedlich hoch ausfallen können. Bekannt sind insbesondere Unterschiede nach Bildung, Einkommen und Gesundheit.