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Bildungspaket

Bildungs- und Teilhabeleistungen für bedürftige Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Ein Mädchen sitzt am Schreibtisch mit Heften und Buntstiften.
Quelle:  colourbox

Für Eltern, die auf Unterstützungsleistungen angewiesen sind, ist es oft nicht leicht, ihren Kindern die gleichen Möglichkeiten in der Freizeit oder in der Schule zu bieten wie Kindern aus Familien mit höheren Einkommen. Doch haben auch bedürftige Kinder und Jugendliche einen Anspruch darauf, bei Tagesausflügen und dem gemeinsamen Mittagessen in Schule und Kita, bei Musik, Sport und Spiel in Vereinen und Gruppen mitmachen zu dürfen. Hier helfen die Bildungs- und Teilhabeleistungen des sogenannten Bildungspakets. Vom Bildungspaket können bis zu 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche profitieren.

Bildungs- und Teilhabeleistungen kommen insbesondere für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Betracht, die Grundsicherung für Arbeitsuchende (Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld) oder Sozialhilfe (Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung) erhalten oder deren Eltern den Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen. Auch wer Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhält, kann einen Anspruch auf das Bildungspaket haben. Zudem kann ein Anspruch auf Leistungen des Bildungspakets nach dem SGB II bestehen, wenn das Kind bzw. seine Eltern zwar ansonsten keine der genannten Sozialleistungen beziehen, jedoch die spezifischen Bildungs- und Teilhabebedarfe des Kindes nicht decken können (Fälle der sog. Bedarfsauslösung).

Mit dem Starke-Familien-Gesetz wurden auch die Leistungen für das Bildungspaket wesentlich verbessert. Die Verbesserungen treten bereits mit Beginn des neuen Schuljahres zum 1. August 2019 in Kraft.

Der Geldbetrag für den persönlichen Schulbedarf wird auf nunmehr 150 Euro pro Schuljahr erhöht. Bei den Bedarfen für gemeinschaftliches Mittagessen sowie der Schülerbeförderung fallen die bislang notwendigen Eigenanteile weg. Bei der Lernförderung wird klargestellt, dass sie unabhängig von einer Versetzungsgefährdung in Betracht kommt (also bereits im ersten Schulhalbjahr sowie in Schulen ohne Versetzungsentscheidung). Die Leistungen für die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben wird bei nachgewiesener Teilhabe pauschal erbracht und auf 15 Euro monatlich erhöht.

Die Leis­tun­gen des Bil­dungs­pa­kets

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld oder Sozialhilfe erhalten oder deren Eltern den Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen, haben grundsätzlich einen Rechtsanspruch auf die folgenden Leistungen.

Zusatzinformationen

Bür­ger­te­le­fon zum The­ma "Bil­dungs­pa­ket"

Unter der Telefonnummer 030 221 911 009 ist das Bürgertelefon zum Thema "Bildungspaket" montags bis donnerstags zwischen 8:00 und 20:00 Uhr erreichbar.

An­lauf­stel­len - Hier gibt's das Bil­dungs­pa­ket

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Star­ke-Fa­mi­li­en-Check­heft

Das Checkheft gibt einen schnellen Überblick, auf welche staatliche Unterstützung Familien bauen können.