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Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer aus EU-Mitgliedstaaten und Drittstaaten

7. September 2017

Vier Menschen sind im Profil zu sehen, eine Asiatin ist hervorgehoben.

EU und EWR-Staaten

Staatsangehörige der EU-Mitgliedstaaten sowie Islands, Liechtensteins, Norwegens und der Schweiz sind freizügigkeitsberechtigt und können ohne weitere Voraussetzungen eine Beschäftigung aufnehmen.

Drittstaaten

Akademiker

Akademikerinnen und Akademiker aus Drittstaaten haben verschiedene Zugangsmöglichkeiten zum deutschen Arbeitsmarkt. Sie können zum Beispiel die Blaue Karte EU erhalten, wenn sie einen Arbeitsplatz vorweisen können und ein Mindestgehalt verdienen.

Mehr Informationen zu den Möglichkeiten der Zuwanderung nach Deutschland sind auf der Webseite make-it-in-germany.com zu finden.

Besonders attraktive Bedingungen zur Aufnahme einer Beschäftigung haben Personen, die ein Hochschulstudium in Deutschland abgeschlossen haben. Der Arbeitsmarktzugang ist für eine dem Studium angemessene Beschäftigung ohne Beschränkung möglich. Den erforderlichen Aufenthaltstitel erteilt die zuständige Ausländerbehörde.

Wer im Anschluss an das Studium noch keinen entsprechenden Arbeitsplatz gefunden hat, kann von der Ausländerbehörde eine 18 Monate geltende Aufenthaltserlaubnis zur Suche nach einem angemessenen Arbeitsplatz erhalten. In dieser Zeit ist die Aufnahme jeder Tätigkeit erlaubt, um den Lebensunterhalt sicherzustellen. 

Ausbildungsabsolventen

Personen, die eine qualifizierte Berufsausbildung in Deutschland absolviert haben, können nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung in Deutschland bleiben, um eine der Ausbildung entsprechende Tätigkeit aufzunehmen. Zur Suche nach einem der Ausbildung angemessenen Arbeitsplatz haben diese Personen ein Jahr Zeit. Der dafür nötige Aufenthaltstitel kann bei der zuständigen Ausländerbehörde beantragt werden. In dieser Zeit ist die Aufnahme jeder Tätigkeit erlaubt, um den Lebensunterhalt sicherzustellen.

Wer eine Ausbildung in einem Staat außerhalb der EU absolviert hat, kann unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls eine Beschäftigung in Deutschland aufnehmen.

Zunächst benötigen die Ausländerinnen und Ausländer einen Arbeitsplatz, die Ausbildung muss mit einer deutschen qualifizierten Ausbildung gleichwertig sein und bei dem Beruf muss es sich um einen Engpassberuf handeln, der von der Bundesagentur für Arbeit auf eine Positivliste aufgenommen wurde. Grundlage für die Erstellung der Positivliste ist die Engpassanalyse, die die Bundesagentur für Arbeit erstellt. In Ausbildungsberufen, die nicht auf der Positivliste stehen, ist die Zuwanderung ausgeschlossen. Die Positivliste, die regelmäßig an die Arbeitsmarktentwicklung angepasst wird, ist auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit abrufbar.

In Ausbildungsberufen, die nicht auf der Positivliste stehen, ist die Zuwanderung nur ausnahmsweise möglich. Voraussetzung ist die Teilnahme am Punktebasierten Modellprojekt für ausländische Fachkräfte (PuMa) in Baden-Württemberg. Das dreijährige Modellprojekt PuMa bietet Fachkräften aus Drittstaaten mit einer in Deutschland anerkannten Berufsausbildung erstmalig die Möglichkeit in Baden-Württemberg auch eine Beschäftigung in Berufen außerhalb der Positivliste aufzunehmen. Voraussetzung hierfür ist, dass die ausländische Fachkraft bestimmte Kriterien zur Integrationsfähigkeit erfüllt.

Des Weiteren besteht eine Sonderregelung für Angehörige bestimmter Staaten, insbesondere der Westbalkanstaaten, die ohne Nachweis einer Qualifikation jede Beschäftigung aufnehmen können soweit kein bevorrechtigter inländischer Bewerber zur Verfügung steht.

Zen­tra­le Aus­lands- und Fach­ver­mitt­lung (ZAV)

Als Einrichtung der Bundesagentur für Arbeit berät die ZAV sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber unterschiedlichster Branchen zielgruppen- und erfolgsorientiert.

Offizielles Informationsportal für internationale Fachkräfte

Das Portal bündelt alle nützlichen Informationen für Fachkräfte aus dem Ausland.