Arbeitsförderung

"Gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hält an"

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil:

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juli gegenüber dem Vormonat aus rein saisonalen Gründen gestiegen: In der alljährlichen Sommerpause werden die meisten Ausbildungen beendet und Einstellungen oft aufgeschoben. Saisonbereinigt gibt es dagegen erneut weniger Arbeitslose und auch weniger Menschen in Unterbeschäftigung. Gegenüber dem Vorjahr sind gut 190.000 Menschen weniger arbeitslos und über 240.000 Personen weniger in Unterbeschäftigung. Ungebrochen ist der positive Trend auch bei Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung: So sind nun (Stand Juni) mit fast 45 Millionen Personen 580.000 Menschen mehr erwerbstätig als vor einem Jahr. Bei der sozialversicherungs­pflichtigen Beschäftigung beträgt das Plus 746.000 auf nun 32,9 Millionen (Stand Mai).

Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hält also an. Die deutsche Wirtschaft wächst weiter, aber wegen der schwächeren weltwirtschaftlichen Impulse etwas langsamer. Damit die Unternehmen hierzulande ihr Potential im technologischen Wandel ausschöpfen und ihre Chancen auf den Weltmärkten nutzen können, müssen wir uns einer Kernherausforderung mit Nachdruck stellen. Denn auch die Juli-Zahlen am Arbeitsmarkt zeigen: Die Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, also der Arbeitskräftebedarf, bewegt sich auf anhaltend hohem Niveau, und ausgeschriebene Stellen bleiben länger unbesetzt als früher.

Fachkräfteengpässe sind und bleiben also ein Thema – in vielen Bereichen und Branchen sichtbar zunehmend. Deshalb müssen wir jetzt ernst machen mit einer Qualifizierungsoffensive, mit der wir die Menschen, die hier leben und arbeiten, so weiterbilden, dass sie in den Arbeitsmarkt und dort an die gewünschte und für sie passende Stelle finden. Ich habe einen Vorschlag für eine solche Offensive gemacht. Und ich habe deutlich gemacht, dass für mich die Balance zwischen Entlastung der Wirtschaft durch niedrigere Arbeitslosenversicherungsbeiträge und einer vorsorgenden Arbeitsmarktpolitik mit mehr Mitteln für die vorausschauende Qualifizierung stimmen muss. Ich hoffe hier auf Offenheit und baldige ernsthafte Gespräche in der Koalition!

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