Am 23. März empfing Staatssekretärin Lilian Tschan hochrangige britische und deutsche Gewerkschaftsvertreter im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Der Generalsekretär des britischen Trade Union Congress (TUC), Paul Nowak, war auf Einladung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Deutschland, um Möglichkeiten der bilateralen Zusammenarbeit auszuloten.
Nach Jahren des vorsichtigen Brückenbaus nach dem Brexit werden die deutsch-britischen Beziehungen dank des im vorigen Jahr unterzeichneten Kensington-Freundschaftsvertrags wieder enger.
Staatssekretärin Tschan betonte, dass es wichtig sei, dass sich die vertiefte Zusammenarbeit nicht nur auf die Regierungsebene beschränkt. Vielmehr sollen auch Zivilgesellschaft und Sozialpartner einbezogen werden: "Es ist ein sehr gutes Zeichen, dass TUC und DGB im Rahmen des deutsch-britischen Freundschaftsvertrages Anknüpfungspunkte für gemeinsame künftige Projekte identifiziert haben."
Die beiden Gewerkschaftsdachverbände zeigten sich offen für einen vertieften deutsch-britischen Austausch zu Themen wie Jugendarbeitslosigkeit, Aus- und Weiterbildungen oder Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt.
Im Kensington-Vertrag wurde, neben den wichtigen Sicherheits- und Wirtschaftsthemen, auch die Beschäftigungs- und Sozialpolitik aufgenommen. Schwerpunkte bilden hier die Förderung inklusiver Arbeitsmärkte und die gerechte Gestaltung des digitalen Wandels, insbesondere mit Blick auf die menschenzentrierte Nutzung von Künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz. Dazu Staatssekretärin Tschan: "Gemeinsam wollen wir den strukturellen Wandel fair gestalten. Dazu bedarf es einer inklusiven und nachhaltigen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik."
Das britische und deutsche Arbeitsministerium arbeiten bereits intensiv daran, die Zusammenarbeit und den Austausch zu gemeinsamen Themen auszubauen.