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Die Corona-Krise erreicht den Arbeitsmarkt

30. April 2020

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zur Lage am deutschen Arbeitsmarkt im April

Arbeiter in einer Gießerei.

Kurz vor dem Tag der Arbeit zeigt sich, dass sich die Corona-Krise auf dem Arbeitsmarkt niederschlägt. Die Arbeitslosigkeit hat von März auf April um 308.000 Personen auf 2.644.000 zugenommen. Das entspricht einem Zuwachs von 13 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt im April 2020 bei 5,8 Prozent.

Dieser deutliche Anstieg ist maßgeblich eine Folge der Corona-Krise und betrifft nahezu alle Branchen, im Besonderen die Gastronomie, das Hotel- und Gastgewerbe, Reiseveranstalter sowie die Dienstleistungsbranche und Automobilzulieferer. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist auch darauf zurückzuführen, dass derzeit weniger arbeitsmarktpolitische Maßnahmen durchgeführt werden können. Eines ist jedoch deutlich: Der massive Einsatz von Kurzarbeit verhindert eine massive Erhöhung der Arbeitslosigkeit!

Der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil:

Kurzarbeit sichert in Deutschland Millionen Arbeitsplätze. In den USA dagegen haben in den vergangen fünf Wochen über 26 Millionen Menschen ihren Job verloren. Die Entwicklung zeigt: wir können zwar auch in unserem Land nicht für jeden Arbeitsplatz garantieren, aber wir werden um jeden Job kämpfen. Kurzarbeit ist teuer, aber Arbeitslosigkeit ist um ein Vielfaches teurer. Die Bundesagentur für Arbeit ist mit rund 26 Milliarden Euro Rücklagen in das Jahr gestartet. Im Jahresverlauf wird sich zeigen, ob die Rücklagen reichen oder Liquiditätshilfen des Bundes notwendig werden. Nicht alle, die jetzt in Kurzarbeit sind, werden das im gesamten Jahresverlauf sein. Aber es wird Unternehmen und Beschäftigte geben, die länger auf Kurzarbeit angewiesen sein werden. Deshalb ist es richtig, dass wir das Kurzarbeitergeld anheben und Beschäftigte vor unverhältnismäßigen Lohneinbußen geschützt werden. Das sichert auch Kaufkraft und Nachfrage.

Seit Anfang März bis zum 26. April 2020 sind bei der Bundesagentur für Arbeit 751.000 Anzeigen von Betrieben auf Kurzarbeit für 10,1 Millionen Beschäftigte eingegangen. Das tatsächliche Ausmaß der Kurzarbeit ist erst nach Bearbeitung der Anträge auf Erstattung des Kurzarbeitergeldes bekannt.

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