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Ausmaß von Plattformarbeit in Deutschland könnte höher als bisher angenommen sein

10. Oktober 2018

Nach einer Schätzung des ersten Crowdworking-Monitors könnten bis zu 5 % der deutschen Erwachsenen auf Plattformen aktiv sein.

Eine Frau tippt auf einem Laptop.

Plattformarbeit spielt den Befragungsergebnissen einer neuen, durch das BMAS geförderten Studie zufolge auch in Deutschland eine größere Rolle als bisher angenommen. Wie der erste Bericht des "Crowdworking-Monitors" zeigt, geben derzeit rund fünf Prozent (4,8 %) der Befragten an, auf so genannten Gig-, Click- oder Crowdworking-Plattformen aktiv zu sein. Rund 70 % von ihnen erzielen auf diese Weise ein Erwerbseinkommen – zumeist im Nebenverdienst. Allerdings arbeitet auch rund ein Drittel der befragten Crowdworker mehr als 30 Stunden pro Woche plattformvermittelt, 24 % sogar mehr als 40 Stunden pro Woche. Insgesamt 40 % der befragten aktiven Crowdworker erzielen dementsprechend Verdienste über 1000 € pro Woche.
Der "Crowdworking-Monitor" (CWM) wird durch ein Verbundprojekt der Hochschule Rhein-Waal (Leitung Professor Oliver Serfling) und dem Online-Erhebungsinstitut Civey unter durchgeführt. Der CWM ist als Wiederholungsbefragung (Panel) unter Internet-Nutzern aufgesetzt und soll die Debatte über Crowdwork auf eine stabilere empirische Basis stellen.. So soll beispielsweise der Kenntnisstand über die Motive der Plattformtätigen und, ihre sozioökonomische Hintergründe verbessert werden.
Die so genannten Arbeits- oder Dienstleistungsplattformen vermitteln oder organisieren entweder lokal zu erbringende Dienstleistungen (wie z.B. Reinigungsarbeiten, Kurier-fahrten, handwerkliche Tätigkeiten), oder aber Auftragsarbeiten, die komplett über das Smartphone oder den Computer abzuwickeln sind. Bei diesen mehr oder weniger „rein“ digital zu erbringenden Aufgaben variiert die Bandbreite von kleinteiligen Microtasks, die teilweise mit wenigen Mausklicks im Minutentakt zu erledigen sind, bis hin zu komplexen Schreib-, Programmier-, Design- oder Beratungstätigkeiten, für die i.d.R. auch eine entsprechende Qualifikation erforderlich ist.

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