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Darum geht es im Rat-Geber für Menschen mit Behinderungen

30. November 2017

Es gibt ein neues Heft über die Hilfe
für Menschen mit Behinderungen.
In Deutschland.
Das Heft heißt:
Rat-Geber für Menschen mit Behinderungen
in Leichter Sprache.
Der Rat-Geber ist vom Bundes-Ministerium
für Arbeit und Soziales.
Der Rat-Geber ist in Leichter Sprache.
Damit alle Menschen die Infos verstehen.
Auch Menschen mit Lern-Schwierigkeiten.
Und Menschen mit Behinderungen.

Menschen mit Behinderungen
leben überall in Deutschland.
Ihre Behinderungen sind verschieden.

Für Menschen mit Behinderungen
gibt es ein Gesetz.
Das Gesetz erklärt: Was heißt Behinderung.
Manche Menschen haben
eine körperliche Behinderung.
Manche Menschen haben
eine geistige Behinderung.

Manche Menschen haben seelische Probleme.
Die Menschen haben die Behinderung
länger als ein halbes Jahr.
Deshalb: Sie können nicht alles so machen
wie andere Menschen.
Menschen mit Behinderungen
haben ein Recht auf Hilfe.
Damit sie leben können wie andere Menschen.
Damit niemand ausgeschlossen ist.

Deutschland hilft deshalb
Menschen mit Behinderungen.
Zum Beispiel in der Schule.
Menschen mit Behinderungen
bekommen besondere Schul-Bücher.
Sie können dann besser lesen.
Der Staat hilft auch bei der Arbeit.

Zum Beispiel:
Sie bekommen einen Lern-Computer.
Sie können dann besser arbeiten.
Der Staat hilft auch zu Hause.
Zum Beispiel: Sie bekommen Geld.
Sie können mit dem Geld einen Pfleger bezahlen.
Der Pfleger hilft Menschen mit Behinderungen.
Beim Waschen.
Oder beim Einkaufen.
Oder beim Briefe lesen.

Es gibt noch viel mehr Hilfe in Deutschland.
Die Hilfe steht im
Rat-Geber für Menschen mit Behinderungen.
Hier ist eine Zusammen-Fassung vom Rat-Geber.

So leben Menschen mit Behinderungen
in Deutschland

Alle Menschen haben die gleichen Rechte.
Menschen mit Behinderungen haben
auch ein Recht:
Sie können so gut leben wie
Menschen ohne Behinderungen.
Sie können sich selbst
für viele Sachen entscheiden.
Sie müssen gut behandelt werden.

Menschen mit Behinderungen
bekommen darum Hilfe vom Staat.
Schwer-behinderte Menschen
bekommen besonders viel Hilfe.
Und sie bekommen einen
Schwer-Behinderten-Ausweis.

Die Hilfe für Kinder mit Behinderungen

Die Untersuchungen beim Arzt

Wenn eine Frau in Deutschland schwanger ist:
Sie kann zu Untersuchungen gehen.
Der Arzt untersucht: Ob die Mutter und das Kind gesund sind.
Die Kranken-Kasse bezahlt
die Untersuchungen.
Damit jede Frau
die Untersuchungen machen kann.

Die Kranken-Kasse bezahlt auch:
Untersuchungen für Kinder
und junge Menschen.
Der Arzt untersucht:
Ob ein Kind eine Behinderung hat.
Und ob das Kind Hilfe von einem Arzt braucht.
Oder ob das Kind eine Therapie braucht.
So spricht man das: tee ra pi.

Das Ziel ist: Die Behinderung von einem Kind
soll mit der Hilfe besser werden.

Die Hilfe für die Eltern

Die Eltern von Kindern mit Behinderungen
können auch Hilfe bekommen.
Zum Beispiel:
Sie bekommen eine Haushalts-Hilfe.
Oder sie bekommen länger Kinder-Geld als
Eltern mit einem Kind ohne Behinderung.

Lernen mit Behinderung
und mit Lern-Schwierigkeiten

Jeder Mensch soll in Deutschland
die gleichen Möglichkeiten haben.
Das heißt in schwerer Sprache: Chancen.
So spricht man das: schang sen.
Das gilt auch für die Bildung. Und das Lernen.
Menschen mit Behinderungen dürfen
genau wie Menschen ohne Behinderungen:
In die Schule gehen.
Eine Berufs-Ausbildung machen.
Oder auf eine Hoch-Schule gehen.
Jedes Bundes-Land hat Regeln dafür.
Damit Menschen mit Behinderungen
keine Nachteile haben.

Wenn jemand nicht so lernen kann
wie ein Mensch ohne Behinderung:
Man nennt das dann
sonder-pädagogischer Förder-Bedarf.
Das ist schwere Sprache.
Das heißt: Der Schüler braucht mehr Hilfe
als ein Schüler ohne Behinderung.
Der Schüler hat Lern-Schwierigkeiten.
Der Schüler bekommt dann
eine besondere Hilfe.
Die Hilfe heißt in schwerer Sprache: Förderung.

Förderung ist zum Beispiel:
Ein Helfer in der Schule.
Oder besondere Bücher.
Der Schüler mit Behinderung kann
mit den Büchern besser lernen.

Arbeiten mit Behinderung

Viele Menschen mit Behinderungen
wollen gerne eine Arbeit haben.
Damit sie ein Teil von der Gesellschaft sind.
Der Staat hilft den Menschen mit Behinderungen.
Damit sie eine Arbeit bekommen.

Es gibt Hilfe:
Wenn Sie einen Beruf für sich finden möchten.
Oder wenn Sie früher eine Arbeit hatten.
Und wenn Sie diese Arbeit wegen
der Behinderung nicht mehr machen können.
Sie bekommen dann
einen besonderen Arbeits-Platz.
Oder eine Weiter-Bildung.
Eine Weiter-Bildung gibt es zum Beispiel:
In einer Firma.
Oder in einer Schule.

Der Staat hilft auch mit Geld.
Zum Beispiel:
Wenn Sie Hilfe bei der Arbeit brauchen.
Ein Arbeits-Assistent hilft Ihnen dann.
Oder wenn Sie Geld für Bewerbungen brauchen.
Oder Geld für die Fahrten zur Arbeit.
Sie finden so leichter eine Arbeit.
Oder Sie können Ihre Arbeit gut schaffen.

Es gibt auch Hilfen:
Wenn man eine Krankheit hat.
Und wenn man deswegen nicht arbeiten kann.
Diese Hilfe heißt in schwerer Sprache:
Medizinische Rehabilitation.
So spricht man das:
me di zi ni sche re ha bi li ta zjon.
Sie werden damit wieder gesund.
Und Sie können wieder arbeiten.

Hilfe für schwer-behinderte Menschen

Wenn bei einer Firma viele Menschen
mit schweren Behinderungen arbeiten:
Es gibt dort besondere Hilfen.
Die Hilfe kann zum Beispiel sein:
Betreuung. Oder Geld.

Menschen mit schweren Behinderungen
finden oft schwer Arbeit.
Deswegen gibt es für sie Hilfe:
Wenn die Menschen einen Betreuer brauchen.
Das heißt in schwerer Sprache:
Persönliche Assistenz.
Oder wenn sie in einer Werkstatt
gearbeitet haben.
Und dann eine neue Arbeit
in einer anderen Firma finden.
Oder wenn sie die Schule fertig haben.
Und zum ersten Mal arbeiten gehen.
Beratungs-Stellen helfen dabei.

Die Werkstatt für
Menschen mit Behinderungen

Für Menschen mit Behinderungen
gibt es besondere Arbeits-Plätze.
Wenn sie nicht in einer Firma
arbeiten können.
Die Arbeits-Plätze sind in einer Werkstatt
für Menschen mit Behinderungen.
In der Werkstatt bekommen sie Förderung.
Für die Arbeit. Und für sich selbst.

Das Ziel von der Arbeit in der Werkstatt ist:
Menschen mit Behinderungen
sollen danach eine Arbeit
in einer Firma bekommen.
Wenn sie das wollen.
Und wenn sie das können

Es gibt auch Hilfe:
Wenn Sie eine eigene Firma haben wollen.
Und Hilfe für den Chef von
Menschen mit Behinderungen.
Der Chef muss viele Sachen beachten.
Damit seine Mit-Arbeiter mit Behinderungen
gut arbeiten können.

Gesundheit und Pflege

Der Staat sagt:
Alle Menschen sollen gesund sein.
Sie können zum Arzt gehen.
Der Arzt untersucht sie dann.
Auch wenn sie nicht krank sind.
Dann wissen sie: Sie sind nicht krank.
Oder sie sind krank.
Die Kranken-Kasse bezahlt viele
Untersuchungen.

Manche Menschen waren schwer krank.
Sie können dann nicht mehr arbeiten.
Oder nicht mehr zur Schule gehen.
Der Staat hilft diesen Menschen.

Manche Menschen mit Behinderungen
brauchen ein Hilfs-Mittel.
Zum Beispiel: Ein Hör-Gerät.
Oder sie brauchen besondere Schuhe.
Der Staat bezahlt die Hilfs-Mittel.
Oder die Kranken-Kasse.

Die Pflege-Versicherung

Wenn ein Mensch arbeitet:
Jeder Mensch in Deutschland
muss eine Pflege-Versicherung haben.
Pflege-Versicherung ist schwere Sprache.
Das heißt in Leichter Sprache:
Die Menschen müssen Geld bezahlen.
An die Versicherung.
Die Versicherung schützt sie dann.

Zum Beispiel: Sie sind sehr krank.
Und sie müssen im Bett bleiben.
Sie brauchen Hilfe.
Dann hilft die Versicherung:
Sie bezahlt einen Pfleger.
Der Pfleger hilft ihnen.
Zum Beispiel: Er bringt das Essen.
Das heißt in schwerer Sprache: Pflege.

Oder die Menschen bekommen Geld.
Und sie können den Pfleger damit bezahlen.
Das Geld heißt Pflege-Geld.
Sie entscheiden dann selbst:
Welche Pflege sie wollen.

Die Versicherung bezahlt:
Wenn Menschen viel Hilfe brauchen.
Oder wenn sie lange Hilfe brauchen.
Oder wenn sie eine Behinderung haben.
Aber: Sie müssen schon 2 Jahre versichert sein.
Das heißt:
Sie müssen schon 2 Jahre lang bezahlt haben.

Wohnen mit Behinderung

Menschen mit Behinderungen haben manchmal
Probleme in ihrer Wohnung.
Zum Beispiel: Sie haben einen Roll-Stuhl.
Und die Türen sind zu klein.
Sie bekommen Geld vom Staat.
Sie können die Türen dann größer machen.
Und sie können mit dem Roll-Stuhl durchfahren.

Der Staat bezahlt auch für diese Sachen:
Menschen mit Behinderungen wollen eine Rampe bauen.
Oder sie brauchen eine besondere Dusche.
Das heißt in schwerer Sprache:
Barriere-Freiheit.
So spricht man das: ba ri jee re frei heit.

Wenn Menschen mit Behinderungen
eine Wohnung gemietet haben:
Und sie wollen diese Wohnung umbauen.
Wegen ihrer Behinderung.
Sie müssen den Vermieter fragen.
Der Vermieter muss Ja sagen.

Geld von der Bank:
Wenn die Menschen mit Behinderungen
ihre Wohnung umbauen müssen.
Und sie haben zu wenig Geld.
Sie können sich Geld leihen.
Von einer Bank.

Die Bank verleiht das Geld gegen Zinsen.
Das heißt: Sie bekommen Geld von der Bank.
Und sie müssen etwas mehr Geld
zurück-bezahlen.
Bei manchen Banken:
Menschen mit Behinderungen müssen
weniger zurück-bezahlen
als Menschen ohne Behinderungen.

Manche Menschen wohnen
in einer eigenen Wohnung.
Aber sie können nicht alles alleine machen.
Weil: Sie haben eine Behinderung.
Oder sie sind krank.
Oder alt.
Der Staat hilft ihnen.
Sie bekommen einen Betreuer.
Der Betreuer kommt oft zur Wohnung.
Und hilft ihnen.

Wohnen in Wohn-Heimen:
In Deutschland gibt es viele Wohn-Heime.
Das sind Häuser.
Viele Menschen wohnen dort zusammen.
Zum Beispiel: Menschen mit Behinderungen.
Jeder hat ein eigenes Zimmer.
Betreuer helfen den Bewohnern.
Sie können viele Sachen nicht alleine.

Geld für Menschen mit Behinderungen

Das Persönliche Geld

Das Gesetz sagt:
Menschen mit Behinderungen
sollen selbst bestimmen.
Zum Beispiel wie der Staat ihnen hilft.
Sie können aussuchen:
Sie können Sach-Leistungen bekommen.

Zum Beispiel: Kranken-Gymnastik.
Oder eine Untersuchung beim Arzt.
Sie können auch Geld-Leistungen bekommen.
Sie bekommen dann Geld vom Staat.
Sie können selbst entscheiden:
Was sie mit dem Geld bezahlen wollen.
Zum Beispiel einen Pfleger.
Oder Kranken-Gymnastik.
Das Geld heißt: Persönliches Budget.
So spricht man das: bü djee.

Sie bekommen jeden Monat Geld

Wenn der Staat oder die Versicherung
den Menschen Geld gibt.
Und sie bekommen das Geld jeden Monat.
Dann heißt das in schwerer Sprache: Rente.
Sie bekommen zum Beispiel eine Rente:
Wenn Sie alt sind.
Und wenn Sie nicht mehr arbeiten können.
Und wenn Sie einen Unfall hatten. Bei der Arbeit.

Sie bekommen auch: Hilfe in Not-Situationen
Das heißt:
Menschen brauchen manchmal Hilfe mit Geld.
Sie haben nicht genug Geld für das Leben.
Weil sie krank sind.
Oder keine Arbeit haben.
Oder einen Unfall haben.
Oder sie haben eine Behinderung.
Und sie brauchen Geld zum Leben.
Dann hilft der Staat in Deutschland.
Oder eine Versicherung.
Oder die Kranken-Kasse.

Menschen mit Behinderungen können auch
Geld vom Staat bekommen:
Zum Wohnen.
Und wenn sie blind sind.

Alle Menschen sollen
das Gleiche schaffen können

Für Menschen ohne Behinderungen
sind viele Sachen einfach.
Manche Sachen sind
für Menschen mit Behinderungen schwerer.
Das heißt in schwerer Sprache:
Die Menschen haben einen Nachteil.
Wenn Menschen mit Behinderungen
einen Nachteil haben:
Sie sollen trotzdem das Gleiche schaffen können.
Genauso wie Menschen ohne Behinderungen.
Das heißt: Nachteils-Ausgleich.
Zum Beispiel: Sie haben einen Roll-Stuhl.
Sie wollen mit dem Zug fahren.
Sie können den Roll-Stuhl
mit in den Zug nehmen.
Und jemand hilft Ihnen beim Einsteigen.

Oder Sie sitzen im Roll-Stuhl.
Sie können nicht:
Eine Treppe hoch gehen.
Zum Beispiel in der Schule.
Die Schule baut eine Rampe.
Sie können dann mit dem Roll-Stuhl in die Schule.
Alle Menschen können jetzt
in die Schule kommen.
Auch Menschen mit Roll-Stuhl.

Das heißt in schwerer Sprache:
Barriere-Freiheit.
So spricht man das: ba ri jee re frei heit.
Viele Häuser sind barriere-frei.
Zum Beispiel Ämter.
Die Nachteils-Ausgleiche
und die Barriere-Freiheit sind sehr wichtig
für Menschen mit Behinderungen.

Programme für
Menschen mit Behinderungen

Menschen mit Behinderungen sollen sich
in Deutschland wohl fühlen.
Wenn sie Hilfe brauchen:
Sie sollen Hilfe bekommen.
Wenn das Leben schwer ist:
Das Leben soll leichter werden.

Deswegen gibt es viele Programme
in Deutschland.
Programme ist schwere Sprache.
Das heißt: Der Staat macht Sachen
für Menschen mit Behinderungen.
Zum Beispiel: Kurse.

Und der Staat setzt sich ein
für Menschen mit Behinderungen.
Deutschland gibt Geld für die Programme.
Damit alle Menschen mit Behinderungen
gut leben können.

Die Zusammen-Fassung ist jetzt zu Ende.
Wenn Sie mehr über die Hilfe
für Menschen mit Behinderungen wissen wollen:
Sie können den Rat-Geber bestellen.
Oder herunter-laden.
Das geht auf der Internet-Seite: www.bmas.de
Die Bestell-Nummer vom Rat-Geber ist: A 749.
Der Rat-Geber kostet nichts.