Altersgrenze

Anspruch auf Altersrente besteht nur, wenn - neben der Erfüllung der Wartezeit und ggf. weiterer Voraussetzungen - eine bestimmte Altersgrenze erreicht ist. Durch das RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz wurden die Altersgrenzen der gesetzlichen Rentenversicherung ab dem Jahr 2012 schrittweise angehoben:

Regelaltersrente

Die Regelaltersgrenze wird seit 2012 stufenweise vom 65. auf das 67. Lebensjahr angehoben. Für alle vor 1947 Geborenen verbleibt es bei der Regelaltersgrenze von 65 Jahren. Die Stufen der Anhebung betragen zunächst einen Monat pro Jahrgang (Regelaltersgrenze von 65 auf 66 Jahre) und dann ab Geburtsjahrgang 1959 zwei Monate pro Jahrgang (Regelaltersgrenze von 66 auf 67 Jahre). Für alle nach 1963 Geborenen gilt die Regelaltersgrenze von 67 Jahren.

Altersrente für besonders langjährig Versicherte

Mit Beginn der stufenweisen Anhebung der Regelaltersgrenze zum 1. Januar 2012 wurde für besonders langjährig Versicherte diese neue Altersrente eingeführt. Anspruch auf einen abschlagsfreien Renteneintritt bestand für diese Rentenart seither nach Vollendung des 65. Lebensjahres.

Mit dem Gesetz über Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Leistungsverbesserungsgesetz) wurde die Altersgrenze zum 1. Juli 2014

vorübergehend auf 63 Jahre abgesenkt. Besonders langjährig Versicherte, die vor dem 1. Januar 1953 geboren sind und noch keine Rente der gesetzlichen Rentenversicherung bezogen, konnten die abschlagsfreie Rente seither ab 63 Jahren in Anspruch nehmen.

Das Eintrittsalter in die Rente ab 63 wird stufenweise auf die bisher geltende Altersgrenze für besonders langjährig Versicherte von 65 Jahren angehoben. Die Anhebung begann 1 1/2 Jahre nach Inkrafttreten der Regelung im Jahr 2016 für den Geburtsjahrgang 1953 mit einem Anstieg um zwei Monate. Für jeden nachfolgenden Geburtsjahrgang wird die Altersgrenze um zwei weitere Monate angehoben. Für den Geburtsjahrgang 1964 ist die Altersgrenze von 65 Jahren wieder erreicht.

Altersrente für langjährig Versicherte

Die Altersgrenze für die abschlagsfreie Altersrente für langjährig Versicherte wird ab Geburtsjahrgang 1949 entsprechend der Anhebung der Regelaltersgrenze stufenweise vom 65. auf das 67. Lebensjahr angehoben. Die vorzeitige Inanspruchnahme dieser Altersrente ist – wie bisher – frühestens mit 63 Jahren unter Inkaufnahme von Abschlägen möglich. Mit der Anhebung der Altersgrenze erhöhen sich auch die Abschläge, jedoch maximal auf 14,4 Prozent.

Altersrente für schwerbehinderte Menschen

Bei der Altersrente für schwerbehinderte Menschen wird die Altersgrenze für einen abschlagsfreien Rentenzugang ab Geburtsjahrgang 1952 stufenweise vom 63. auf das 65. Lebensjahr und für die vorzeitige Inanspruchnahme stufenweise vom 60. auf das 62. Lebensjahr angehoben. Der maximale Abschlag für die vorzeitige Inanspruchnahme beträgt damit weiterhin 10,8 Prozent.

Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit

Die Altersrente konnte von Versicherten, die vor dem 1. Januar 1952 geboren sind, vorzeitig nach Vollendung des 63. Lebensjahres in Anspruch genommen werden. Abschlagsfrei kann diese Altersrente nach Vollendung des 65. Lebensjahres bezogen werden. Für Versicherte, die nach 1951 geboren wurden, gibt es diese Altersrente nicht mehr.

Altersrente für Frauen

Die vorzeitige Inanspruchnahme dieser Altersrente war für Versicherte, die vor dem 1. Januar 1952 geboren sind, mit Vollendung des 60. Lebensjahres möglich. Abschlagsfrei kann diese Altersrente nach Vollendung des 65. Lebensjahres bezogen werden. Für Versicherte, die nach 1951 geboren worden, gibt es diese Altersgrenze nicht mehr.

Weitere Informationen, auch zu den Voraussetzungen der einzelnen Rentenarten: