Die Forschungsstudie "Arbeitsqualität und wirtschaftlicher Erfolg" zielt darauf, mögliche Zusammenhänge zwischen der Arbeitsqualität der Beschäftigten und dem wirtschaftlichen Erfolg von Betrieben zu untersuchen. Sie wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) getragen und vom IAB durchgeführt. Es handelt sich um eine Längsschnittstudie, in der in vier Befragungswellen seit 2012 jeweils eine Betriebs- und eine Beschäftigtenbefragung durchgeführt wurde.
Der Bericht analysiert körperlich belastende Jobs in privaten Unternehmen mit mehr als 50 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Deutschland von 2012 bis 2023 – sowohl aus Sicht der Arbeitsanforderungen als auch der wahrgenommenen Arbeitsqualität der Beschäftigten. Die Analyse zeigt, dass die Zahl der Beschäftigten mit mehreren Belastungsmerkmalen im Beobachtungszeitraum leicht zunimmt. Steigende körperliche Belastungen gehen mit einer deutlichen Verschlechterung des allgemeinen und mentalen Gesundheitszustands einher, während Krankheitsausfalltage leicht zurückgehen, das Präsentismusverhalten jedoch zunimmt. Der Bericht formuliert als Schlussfolgerung die Notwendigkeit, den Berufseinstieg in belastende Tätigkeiten im Blick zu haben und durch ergonomische Interventionen sowie präventive Angebote den Verbleib in diesen Berufen zu sichern.