Liebe Pfadfinderinnen und Pfadfinder,
herzlich willkommen in unserem Ministerium. Vielen Dank, dass Ihr gekommen seid.
Normalerweise diskutieren wir mit unseren Gästen über die Rente oder den Arbeitsmarkt. Ihr aber bringt uns keine Arbeitsmappe mit, sondern das Friedenslicht.
Das Friedenslicht ist ein Zeichen für Freundschaft, Gemeinschaft und die Verständigung aller Völker. Sein symbolischer Lichtschein strahlt weit in die Welt hinaus – und erinnert uns an das, was wichtig und wesentlich ist.
Dazu gehört: Wir müssen uns gegenseitig zuhören, Unterschiede anerkennen und Brücken bauen. Dafür brauchen wir die Bereitschaft zum Kompromiss, ob innerhalb unserer Gesellschaft oder auf internationaler Ebene. Das ist die Grundlage für Frieden.
Frieden darf aber nicht nur ein Anliegen der großen Weltpolitik sein. Denn Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg und Gewalt. Es geht auch um soziale Stabilität und ein friedvolles Miteinander. Es geht um Solidarität und Respekt. Und es geht um unseren ganz persönlichen inneren Frieden.
Liebe Pfadfinderinnen und Pfadfinder,
das Motto für dieses Jahr finde ich sehr passend. Es lautet: Ein Funke Mut. Ich glaube, den können wir alle gut gebrauchen, gerade in Zeiten wie diesen. Wir alle brauchen einen Funken Mut, um trotz schwieriger Umstände das Richtige zu tun. Und das ist häufig nicht das Bequeme.
Daran arbeiten wir gemeinsam in der Regierung und hier im Arbeits- und Sozialministerium. Wir haben in diesem Jahr trotz großer Herausforderungen wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht: Das Rentenpaket sorgt für eine verlässliche Absicherung im Alter, das Tariftreuegesetz garantiert einen fairen Wettbewerb und sichert geregelte Arbeitsbedingungen bei Aufträgen des Bundes. Und mit der Work-and-Stay-Agentur überwinden wir bürokratische Hürden für Fachkräfte aus dem Ausland. Millionen von Menschen in unserem Land werden davon profitieren. Sie erfahren Unterstützung und Respekt für ihre Arbeit.
Das gibt mir Zuversicht. Und diese Zuversicht ist auch die Botschaft, die wir vom Friedenslicht mitnehmen. Es lohnt sich, für Demokratie und Gerechtigkeit einzutreten. Es lohnt sich, mit Anstand für seine Ziele zu streiten. Und es lohnt sich, nach Kompromissen zu suchen – da, wo es möglich ist.
Nochmals herzlichen Dank für Euer Kommen! Und ein besonderer Dank an das Organisationsteam und die zahlreichen Helferinnen und Helfer hier im Haus.