Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat am 1. Juni die zweite Regionale Fachkräftewerkstatt in Dortmund eröffnet. Die Städtische Seniorenheime Dortmund gGmbH öffnete die Türen zu ihrem Haus am Tiefenbach und ermöglichte so eine Veranstaltung mit knapp 100 Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.
Im Fokus der Veranstaltung stand die Fachkräftesicherung in den Unternehmen der Region. In Werkstattgesprächen tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu den Themen Ausbildung, höhere Erwerbsbeteiligung mit einem besonderen Fokus auf die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in das Arbeitsleben, gute Arbeitskultur und Fachkräfteeinwanderung aus.
Mit den Regionalen Fachkräftewerkstätten vertieft das Bundesministerium für Arbeit und Soziales den Austausch mit der betrieblichen Praxis und den regionalen Arbeitsmarktakteuren. Das Dialogformat nimmt Herausforderungen, Bedarfe und Lösungen aus den Regionen hinsichtlich der Fachkräftesicherung und der Transformation der Arbeitswelt in den Blick. Hieraus werden politische Handlungsbedarfe und Handlungsempfehlungen zur Sicherung der Fachkräftebasis abgeleitet. Es sind noch zwei weitere Regionale Fachkräftewerkstätten in Nord- und Süddeutschland in den kommenden Monaten geplant.
Deutschland braucht viele und gut qualifizierte Fachkräfte. Sie sind die Voraussetzung für wirtschaftlichen Wohlstand und einen starken Sozialstaat in diesem Land. Klar ist: Nur wenn Wirtschaft, Politik und Beschäftigte an einem Strang ziehen, kann die Fachkräftesicherung gelingen. Die Politik schafft den Rahmen für die Fachkräftesicherung. Deshalb entwickeln wir die Fachkräftestrategie der Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern weiter. Die Regionalen Fachkräftewerkstätten geben uns dabei wichtige Hinweise auf die konkreten Herausforderungen, Bedarfe und Lösungsansätze aus der Praxis vor Ort.
Die branchen- und ressortübergreifende Fachkräftestrategie der Bundesregierung beschreibt seit 2022 fünf Handlungsfelder, in denen Potenziale für die Fachkräftegewinnung und -sicherung bestehen. Diese sind Ausbildung, Weiterbildung, Fachkräfteeinwanderung, Arbeitskultur sowie die Erwerbspersonenpotenziale, unter anderem von Frauen, Älteren oder von Menschen mit Behinderungen. Im Impulspapier des Bundesarbeitsministeriums zur Weiterentwicklung der Fachkräftestrategie werden mit dem Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) und Digitalisierung sowie der Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen Unternehmen und Arbeitsmarktakteuren zwei weitere Handlungsschwerpunkte hinzugefügt.
Die Ergebnisse der Regionalen Fachkräftewerkstätten fließen in die Weiterentwicklung der Fachkräftestrategie ein.