Im Mai 2026 waren insgesamt 2,95 Millionen Menschen arbeitslos. Das waren 58.000 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,3 Prozent und ist damit gegenüber April um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Saisonbereinigt waren im Mai 12.000 Menschen weniger arbeitslos als im April. Die Unterbeschäftigung, die auch Menschen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen mitzählt, verringerte sich saisonbereinigt um 8.000.
Aufgrund der anhaltend angespannten geopolitischen und wirtschaftlichen Lage fällt die Frühjahrsbelebung auch im Mai verhalten aus. Die Konjunktur ist weiterhin zu schwach, um Impulse am Arbeitsmarkt zu setzen. Das Risiko, durch den Verlust der Beschäftigung arbeitslos zu werden, ist im langjährigen Vergleich jedoch nach wie vor relativ gering.
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist im März saisonbereinigt – nach fünf Rückgängen in Folge – wieder leicht gestiegen. Ohne Beschäftigungsaufnahmen von ausländischen Staatsangehörigen würde die Zahl der Beschäftigten in Deutschland schon seit längerem sinken. Im März waren 5,93 Millionen Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Deren Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 194.000 gestiegen.
Trotz einer leichten Erholung bleibt die Lage auf dem Arbeitsmarkt angesichts der anhaltend schwachen wirtschaftlichen Entwicklung angespannt. Grund dafür sind die internationalen Krisen und die Transformationsprozesse in der Wirtschaft. Mit dem 500-Milliarden-Investitionspaket fördert die Bundesregierung Zukunftstechnologien und setzt gezielte Wachstumsimpulse. Allein in diesem Jahr investieren wir zudem gemeinsam mit der BA rund vier Milliarden Euro in die berufliche Weiterbildung, um Menschen fit zu machen für die Jobs von morgen.
Vor allem Grundkenntnisse zu KI und der Umgang mit digitalen Technologien müssen in alle Ausbildungsberufe integriert werden. Gut ausgebildete Fachkräfte sind entscheidend für die Innovations-, Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit Deutschlands.