Angesichts der anhaltend angespannten geopolitischen und wirtschaftlichen Lage bleibt die Frühjahrsbelebung auch zum Ende hin schwach. Im Juni 2026 waren insgesamt 2,936 Millionen Menschen arbeitslos. Das waren 15.000 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,2 Prozent und ist damit gegenüber Mai um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Saisonbereinigt waren im Juni 1.000 Menschen weniger arbeitslos als im Mai.
Das Risiko, durch den Verlust der Beschäftigung arbeitslos zu werden, ist im langjährigen Vergleich trotz kontinuierlicher Anstiege nach wie vor relativ klein. Die Chancen, aus der Arbeitslosigkeit heraus wieder eine Beschäftigung zu finden, befinden sich jedoch auf historisch niedrigem Niveau. Im Juni 2026 konnten rund 150.000 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Beschäftigung bzw. einer Berufsausbildung beenden. Das waren ebenso viele wie im Vorjahr.
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist im April saisonbereinigt um 5.000 gesunken und lag bei 34,84 Millionen. Ohne Beschäftigungsaufnahmen von ausländischen Staatsangehörigen würde die Zahl der Beschäftigten in Deutschland schon seit Längerem noch stärker sinken. Im April waren 5,97 Millionen Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Deren Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 188.000 gestiegen.
Die aktuelle wirtschaftliche Lage bleibt weiter angespannt und stellt vor allem unsere Industrie vor große Herausforderungen. Doch es gibt auch einige Branchen, wie etwa das Gesundheitswesen oder die Baubranche, in denen wir ein leichtes Stellenplus verzeichnen können. Zugleich machen sich auch die Auswirkungen des demographischen Wandels am Arbeitsmarkt zunehmend bemerkbar.
Als Bundesregierung investieren wir in Qualifizierung und Weiterbildung, um Menschen, deren Arbeitsplatz bedroht ist, dabei zu unterstützen, in einem anderen Bereich Fuß zu fassen. In Zukunft müssen wir uns auch noch stärker um junge Menschen ohne Berufs- oder Schulabschluss kümmern. Kein Jugendlicher darf beim Übergang in das Berufsleben verloren gehen. Denn gut ausgebildete Arbeitskräfte sind das Rückgrat unserer Wirtschaft.