Die beginnende Sommerpause mit Abschluss des Schuljahres und Ende des Ausbildungsjahres, nach dem viele junge Menschen für kurze Zeit arbeitslos sind, führt zu einem Anstieg der Arbeitslosenquote auf 6,4 Prozent. Im Vormonat lag die Quote bei 6,2 Prozent, im Juli 2025 bei 6,3 Prozent. Gegenüber dem Vormonat stieg die Zahl arbeitsloser Menschen um rund 71.000 auf rund 3.007.000. Die Arbeitslosigkeit im Juli stieg im Durchschnitt der letzten drei Jahre um 70.000 Personen.
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist im Mai 2026 im Vergleich zum Vormonat um 9.000 Personen auf 34,83 Millionen gesunken. Ohne die Beschäftigungsaufnahmen ausländischer Staatsangehöriger würde die Zahl der Beschäftigten seit längerem und stärker sinken. 5,99 Millionen Ausländerinnen und Ausländer waren im Mai in Deutschland beschäftigt. Ihre Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 185.000 gestiegen. Dieser Zuwachs geht vollständig auf Personen aus sog. Drittstaaten zurück.
Unsere Industrie steht weiter vor großen Herausforderungen. Kriege und Krisen belasten unsere Wirtschaft und unseren Arbeitsmarkt. Die Bundesregierung hält hier dagegen. Wir unterstützen Betriebe ebenso wie Bürgerinnen und Bürger mit Rekordinvestitionen in Infrastruktur, Forschung und Digitalisierung, mit Bürokratieabbau, Sozialstaatsreformen und Qualifizierung.
Am 1. August beginnt das neue Ausbildungsjahr, viele junge Menschen starten in den nächsten Wochen in ihr Berufsleben. Gleichzeitig gibt es eine große Zahl von Menschen ohne Berufsabschluss. Das erhöht das Risiko, in späteren Jahren arbeitslos zu werden und zu bleiben. Der Ausbildungsmarkt für dieses Jahr ist noch in Bewegung. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit ist allerdings so niedrig wie seit 2010 nicht mehr. Dabei ist für Unternehmen die Ausbildung junger Menschen zentral: Sie decken damit ihren Personalbedarf und vermeiden Engpässe bei Fachkräften. Mit Blick auf die Demographie in unserem Land wäre es sehr kurzsichtig, nicht auszubilden. Die Azubis von heute sind die dringend benötigten Fachkräfte von morgen und entscheidend für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Die Agenturen für Arbeit beraten Arbeitgeber und Jugendliche umfassend zu allen Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten.