Am 26. August hat Bundesministerin Bärbel Bas zwei Standorte in Berlin besucht, die sich mit Künstlicher Intelligenz (KI) befassen. Vor Ort tauschte sie sich mit Gründerinnen und Gründern von Startups aus. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie kann KI unsere Arbeitswelt und damit auch den Standort Deutschland stärken?
Die erste Station führte Bärbel Bas zu einem 6000 Quadratmeter großen KI-Campus mitten in Berlin: hier arbeiten Startups und Industrieunternehmen zusammen, um durch gemeinsamen Austausch und Zusammenarbeit die KI-Transformation voranzutreiben. Künstliche Intelligenz bietet große Chancen für mehr Produktivität, mehr Arbeitssicherheit und Innovationen.
KI ist da und bleibt: Schon heute gehört KI zum Arbeitsalltag. Wir gehen davon aus, dass es bis 2030 in Deutschland keinen Arbeitsplatz mehr ohne Bezug zu KI geben wird.
Bärbel Bas, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, testet einen Roboter auf dem KI-Campus in Berlin. Die Technik kann dabei helfen, den Arbeitsschutz für Beschäftigte zu erhöhen.
Im Gespräch mit drei jungen KI-Unternehmen ging es darum, wie KI-Anwendungen den Arbeitsalltag in ganz unterschiedlichen Bereichen verändern – zum Beispiel, wenn sie in Berufen unterstützt und so besonders gefährliche Arbeiten nicht mehr von Menschen ausgeführt werden müssen.
KI kann Jobs sicherer machen. Sie kann gefährliche Tätigkeiten übernehmen und Beschäftigte entlasten. Sie sollte jedoch nur ein unterstützendes Werkzeug sein, kein Kontrollinstrument.
Dieser Roboter kann gefährliche Tätigkeiten übernehmen. Gesteuert wird er durch die Person, die die gefährliche Aufgabe sonst direkt ausgeführt hätte.
Station zwei der KI-Tour lag in Berlin-Wedding. Beim Besuch eines sogenannten Co-Labs, in dem verschiedene Expertinnen und Experten aus Startups zusammenarbeiten, ging es um Künstliche Intelligenz in der Medizin. Die mögliche Heilung von Krebserkrankungen steht dort genauso im Mittelpunkt wie die Erforschung von Herzerkrankungen. Eine VR-Brille ermöglicht es Mitarbeitenden beispielsweise, das menschliche Herz kleinteilig zu betrachten. Angehende Ärztinnen und Ärzte werden so geschult. Auch Patientengespräche können so geprobt werden.
Das Unternehmen baut aktuell ein Zentrum für Gen- und Zelltherapie. Bisher gibt es ein solches Zentrum nur einmal auf der Welt – in Boston. Nun folgt das zweite in der deutschen Hauptstadt.
Es geht nicht um Jobabbau, sondern um Jobumbau. Das stärkt den Standort Deutschland und sichert Arbeitsplätze. KI hilft uns dort, wo Fachkräfte fehlen – und kann die Produktivität steigern.
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas in einem Labor, in dem mithilfe von Künstlicher Intelligenz an neuen Therapien in der Medizin geforscht wird.
Die enge Zusammenarbeit zwischen Startups und Unternehmen ist genauso entscheidend für den erfolgreichen Einsatz von KI wie die Qualifizierung, Weiterbildung und Einbindung von Beschäftigten. Gerade kleine und mittlere Unternehmen stehen vor besonderen Herausforderungen, KI in den eigenen Betrieb zu integrieren. Damit der Einsatz von KI Wirkung entfalten kann, braucht es qualifizierte Beschäftigte, zukunftsfeste Jobs und einen starken Arbeitsmarkt. Im BMAS wird derzeit an Gesetzesvorhaben gearbeitet, die im Laufe der Legislaturperiode auf den Weg gebracht werden sollen, um Beschäftigte und Arbeitgeber zu unterstützen.