Wie bewältigen wir die Herausforderungen, vor die uns die Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Arbeitswelt stellen? Wie stellen wir sicher, dass aus technologischem auch sozialer Fortschritt wird? Über diese Fragen tauschte sich eine Delegation des Ministeriums für Arbeit und Beschäftigung der Republik Korea unter Leitung von Minister Kim Younghoon mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Kerstin Griese am 11. Juni 2026 im BMAS in Berlin aus. Der Delegation gehörten auch Vertreterinnen und Vertreter der Sozialpartner an.
Die Sozialpartnerschaft spielt sowohl in Deutschland als auch in Korea eine wichtige Rolle, ist aber jeweils unterschiedlich ausgestaltet. Vor diesem Hintergrund zeigte die koreanische Delegation besonderes Interesse am deutschen Modell der Sozialpartnerschaft und Mitbestimmung. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Gestaltung der digitalen Transformation, die Rolle des sozialen Dialogs und die Frage, wie gute Arbeitsbedingungen auch in einer sich wandelnden Arbeitswelt gesichert werden können.
Mitbestimmung und sozialer Dialog sind die Grundlage, um die Digitalisierung der Arbeitswelt für alle fair zu gestalten.
Die Parlamentarische Staatssekretärin Kerstin Griese erläuterte aktuelle Vorhaben des BMAS zur Stärkung der Tarifbindung. Dabei verwies sie insbesondere auf das Bundestariftreuegesetz, das am 1. Mai 2026 in Kraft getreten ist. Zudem sprach sie über die Bedeutung guter Arbeitsbedingungen in der Plattformarbeit und die zu erwartenden Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die Arbeitswelt.
Deutschland und Korea stehen bei der Gestaltung der digitalen Arbeitswelt vor ähnlichen Herausforderungen. Deshalb vereinbarten die Parlamentarische Staatssekretärin Kerstin Griese und Minister Kim, den Austausch zwischen beiden Ministerien zu diesem Thema zu vertiefen, insbesondere mit Blick auf die G20. Die Republik Korea wird im Jahr 2028 die G20-Präsidentschaft übernehmen.