Unter anderem wegen des demografischen Wandels besteht dringender Handlungsbedarf, die Beschäftigten möglichst lange unter guten Arbeitsbedingungen in den Betrieben zu halten, ungenutzte inländische Potenziale zu erschließen und die Arbeitswelt inklusiver und diverser aufzustellen. Digitale Technologien und vor allem Künstliche Intelligenz (KI) bieten eine Möglichkeit, Menschen mit altersbedingten, kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen länger und gesünder im Arbeitsmarkt zu halten oder zu integrieren sowie ein alters- und behinderungsgerechtes Arbeitsumfeld zu schaffen. So können digitale Technologien beispielsweise dafür eingesetzt werden, neue Arbeitstätigkeiten zu erschließen und die (bestehende) Teilhabe am Arbeitsleben zu erleichtern. Allerdings sind insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit den vorhandenen technologischen Unterstützungsmöglichkeiten weniger vertraut, und vorhandene Angebote sind nicht flächendeckend bekannt.
Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) den Forschungsauftrag "Arbeitskräftepotenziale durch Digitalisierung und KI inklusiv nutzen" europaweit im Rahmen eines Vergabeverfahrens ausgeschrieben. Dabei kommt das Verfahren des Wettbewerblichen Dialogs zum Einsatz.
Bewerbungsfrist für den Teilnahmewettbewerb ist der 30. September 2026.
Der Forschungsauftrag zielt darauf ab,
- die Möglichkeiten und Bedarfe von KMU und Beschäftigten mit Beeinträchtigungen für den Einsatz digitaler Technologien zu untersuchen,
- praxistaugliche Lösungen zu identifizieren, zu implementieren und
- zielgruppengerecht in die Praxis zu transferieren.
Dadurch sollen
- Arbeitskräftepotenziale mithilfe von Digitalisierung und KI gehoben,
- Erfahrungswissen der Beschäftigten gesichert und bestehende (Beratungs-)Strukturen gestärkt werden.
Interessiert? Alle Informationen zur Ausschreibung und zur Teilnahme finden Sie auf der Vergabeplattform.