Der "Tag der Jobcenter" am 7. November 2023 stand ganz im Zeichen der Umsetzung des Bürgergeld-Gesetzes und des Jobturbos für Geflüchtete mit Bleibeperspektive. Mehr als 900 Teilnehmende, die meisten davon aus den insgesamt mehr als 400 Jobcentern in ganz Deutschland, kamen im bcc in Berlin sowie online zu diesem interaktiven Fachaustausch zusammen.
Bundesminister Hubertus Heil blickte in seiner Rede auf die aktuellen Herausforderungen wie den Ukraine-Krieg, die Fachkräftesicherung und die Abfederung der Inflation. Dabei würdigte er die enorme Leistung der Jobcenter und dankte ihnen für die gute Arbeit und den wichtigen Beitrag, den sie für den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft leisten. Der Bundesarbeitsminister betonte, dass Arbeit und Teilhabe die beste Integration ist und deshalb die Anstrengungen für die Arbeitsaufnahme von Geflüchteten noch einmal verstärkt werden müssen.
Anschließend diskutierte Hubertus Heil mit der Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles und den zwei Jobcenter-Geschäftsführenden, Dr. Anja Wode und Thomas Lenz sowie dem Präsidenten des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, über die Umsetzung des Bürgergelds und des Jobturbos in den Jobcentern.
Nach einer musikalischen Einlage des Chors "Women of Wuppertal" gab es in fünf parallelen Workshops viel Gelegenheit für die Teilnehmenden, ins Gespräch zu kommen. So wurden vielfach Ideen und Beispiele ausgetauscht, wie die Regelungen des Bürgergeldes gut umgesetzt und die herausfordernden Aufgaben der Jobcenter gestemmt werden können. Aber auch die Themen Gleichstellung, Sicherheit und Inklusion beschäftigte die Teilnehmenden.
Der Tag der Jobcenter findet seit 2010 jährlich statt. Er richtet sich an alle Jobcenter – gemeinsame Einrichtungen und zugelassene kommunale Träger – und ist die einzige trägerübergreifende Veranstaltung dieser Art. Mit mehr als 900 Teilnehmenden ist der Tag der Jobcenter die bedeutendste Veranstaltung im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende.