Teilhabe

rehapro: Neue Impulse für die Rehabilitation

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) Dr. Rolf Schmachtenberg besucht rehapro-Modellprojekte in Norddeutschland und in Hessen

Der Staatssekretär im BMAS Dr. Rolf Schmachtenberg hat Jobcenter und Rentenversicherungsträger, die sich am Bundesprogramm "Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben - rehapro" beteiligen, virtuell besucht.

Mit rehapro fördert das BMAS Modellvorhaben zur Stärkung der Rehabilitation. Ziel ist es, neue Leistungsangebote und innovative organisatorische Maßnahmen zu erproben und so die Erwerbsfähigkeit von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen noch besser zu erhalten bzw. wiederherzustellen.

Am 13. September 2021 war Herr Dr. Schmachtenberg zu Gast beim Verbundprojekt "A³ Auszeit - Aktiv - Arbeit" der drei Jobcenter Landkreis Fulda, Landkreis Hersfeld-Rotenburg und Vogelsbergkreis. Das Projekt richtet sich an Menschen mit gesundheitlichen und insbesondere psychischen Beeinträchtigungen. Ein besonderer Baustein ist hier eine achtwöchige Auszeit, in der die Teilnehmenden mit sozialpädagogischer Begleitung ihre ganz persönlichen Wünsche und Ziele herausarbeiten und damit ihre Selbsthilfepotenziale aktivieren. In Einzel- und Gruppenangeboten, die bewusst außerhalb der Jobcenter stattfinden, stehen die Themen Gesundheit, Bewegung und Ernährung im Mittelpunkt. Nach der Auszeit erstellen die Teilnehmenden gemeinsam mit dem Social Coach ihren individuellen Förderplan.

Auf der Webseite des Bundesprogramms rehapro finden Sie alle Informationen über die Modellprojekte und deren Abwicklung.

Beim Besuch der Deutschen Rentenversicherung Nord am 21. September 2021 wurden Herrn Dr. Schmachtenberg gleich drei rehapro-Modellprojekte vorgestellt. Das Projekt "IPS-ZIB" setzt bei der Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen auf frühzeitige Ansprache durch ein individuelles Jobcoaching und hilft ihnen damit auf dem Weg zurück ins Berufsleben.

Bei "AktiFAME" werden psychisch Erkrankte durch ein persönliches Fallmanagement begleitet, das die verschiedenen Leistungsangebote bündelt, denn für viele ist die Vielzahl an Angeboten kaum durchschaubar. Ziel ist es, die Menschen umfassend zu beraten, Verantwortlichkeiten auf kurzen Wegen zu klären sowie schnelle Entscheidungen und individuelle Lösungen zu finden.

Im Projekt "GIBI" werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unterstützt, deren berufliche Integration aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschränkungen gefährdet ist. Nach einer frühzeitigen, ganzheitlichen Diagnostik erhalten sie individuelle Empfehlungen, die zu ihrer Leistungsfähigkeit und ihrer beruflichen Tätigkeit passen. Dabei erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit den betriebsärztlichen Diensten, was den Betroffenen und den Unternehmen gleichermaßen zugutekommt.

Staatssekretär Dr. Schmachtenberg zeigte sich beeindruckt: Rehapro bietet uns die Möglichkeit, auf unterschiedlichen neuen Wegen auszuschwärmen, um die Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen abzuholen, die wir sonst nicht oder nur spät erreichen. Die vielfältigen und innovativen Ansätze geben neue Impulse für die zukünftige Rehabilitation und Teilhabe. Ich freue mich sehr, mit welchem Elan hier in der Entwicklungswerkstatt für neue Reha gearbeitet wird.

Die Broschüre gibt einen Überblick über das Bundesprogramm rehapro und stellt alle Modellprojekte des ersten Förderaufrufs vor.