Am 31. August 2026 fand die zweite Station von "Mitreden. Mit Bas." in Dresden statt. Bundesministerin für Arbeit und Soziales Bärbel Bas sprach mit über 100 Bürgerinnen und Bürgern aus Dresden und der Region über ihre Erfahrungen in einer sich wandelnden Arbeitswelt, über soziale Sicherheit und über Erwartungen an Politik und Sozialstaat. Begleitet wurde Bärbel Bas von Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales: Katja Mast, Parlamentarische Staatssekretärin, Caroline Plewinska, Referatsleiterin „Politische Planung“ sowie Dr. Marc Huber, Referatsleiter „Grundsatzfragen; Zukunft der sozialen Sicherungssysteme“.
Impressionen der Veranstaltung
Zum Auftakt von „Mitreden. Mit Bas.“ in Dresden begrüßten Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas, Parlamentarische Staatssekretärin Katja Mast und Referatsleiterin Caroline Plewinska die Teilnehmenden.
Mehr als 100 Teilnehmende waren der Einladung zum Bürgerdialog in Dresden gefolgt.
Referatsleiter Dr. Marc Huber begleitete für das Ministerium die Dialoginsel „Soziale Sicherheit“.
Die Parlamentarische Staatssekretärin Katja Mast im Austausch mit den Teilnehmenden der Dialoginsel „Leben und Arbeit“.
In der Dialoginsel „Arbeit von morgen“ diskutierte die Bundesministerin mit den Teilnehmenden unter anderem um Künstliche Intelligenz, Qualifizierung und die Frage, wie sich Arbeit künftig verändern wird.
Die Ministerin im Gespräch mit Teilnehmenden der Dialoginsel.
Zum Abschluss der Dialoginsel bündelte Bärbel Bas die wichtigsten Gedanken der Diskussion und setzte weitere Impulse.
In der Dialoginsel „Soziale Sicherheit“ diskutierten die Teilnehmenden unter anderem über Teilhabe, Rente und einen leichteren Zugang zu staatlichen Leistungen.
Wie schaffen wir Arbeit, die zum Leben passt? In der Dialoginsel „Leben und Arbeit“ ging es unter anderem um Vereinbarkeit, flexible Arbeitsmodelle und die Anerkennung von Sorgearbeit.
Ideen und Forderungen wurden direkt vor Ort festgehalten: Die Ergebnisse der Dialoginsel „Leben und Arbeit“ machten die unterschiedlichen Perspektiven der Teilnehmenden sichtbar.
Zum Abschluss kamen die Themen aus den Dialoginseln zurück ins Plenum: In der Town Hall stellte sich Bärbel Bas den Fragen der Teilnehmenden.
Bärbel Bas griff die Beiträge auf, ordnete zentrale Themen ein und führte die Diskussion zum Abschluss zusammen.
Moderiert wurde der Bürgerdialog „Mitreden. Mit Bas.“ von Dr. Julia Kropf.
Der Dialog ging auch nach dem offiziellen Programm weiter: Die Ministerin stand für weitere Gespräche und Fotos zur Verfügung.
Dresden ist ein besonderer Ort für diesen Austausch. Die Region erlebt wirtschaftlichen Wandel und investiert in Zukunftsfelder wie Mikroelektronik, Forschung und neue Technologien. Gleichzeitig prägen demografischer Wandel und Fachkräftemangel den Alltag vieler Menschen. Die Fragen, die die Bürgerinnen und Bürger beschäftigen, sind deshalb sehr konkret: Welche Perspektiven bietet die Arbeitswelt von morgen? Welche Qualifikationen werden künftig gebraucht? Und wie kann soziale Sicherheit auch in Zeiten großer Veränderungen verlässlich bleiben? In kleinen Gruppen diskutierten die Bürgerinnen und Bürger, was gute Arbeit heute ausmacht, wie Menschen Veränderungen in ihrem Berufsleben erfahren und welche Rahmenbedingungen sie für eine sichere berufliche und persönliche Zukunft benötigen.
Intensiv wurde über die Auswirkungen Künstlicher Intelligenz (KI) auf die Arbeitswelt gesprochen. Viele Teilnehmende sahen darin Chancen, etwa wenn KI Beschäftigte entlastet oder neue Möglichkeiten in sozialen Berufen eröffnet. Gleichzeitig wurden klare Erwartungen formuliert. Der Einsatz von KI müsse transparent und nachvollziehbar sein, verlässlichen Regeln folgen und durch Aufklärung und Bildung begleitet werden. Eng damit verbunden waren Fragen danach, wie Bildung und Qualifizierung mit dem Wandel Schritt halten können, welche Kompetenzen künftig benötigt werden und wie sich berufliche und akademische Bildungswege stärker als gleichwertig anerkennen sowie Ausbildungswege praxisnäher gestalten lassen. Gerade für eine Region, die auf neue Technologien und qualifizierte Fachkräfte angewiesen ist, wurde Bildung dabei als wesentliche Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe verstanden. Auch das Thema Rente spielte eine wichtige Rolle. Dabei wurde der Wunsch nach langfristig tragfähigen Lösungen deutlich, die sowohl die Interessen heutiger Rentnerinnen und Rentner als auch die Perspektive jüngerer Beitragszahlerinnen und Beitragszahler berücksichtigen.
Der Blick auf Dresden und die Region nahm in den Gesprächen viel Raum ein. Fachkräftesicherung wurde dabei nicht allein als Frage von Ausbildung und Zuwanderung verstanden. Auch attraktive Arbeitsbedingungen, bezahlbarer Wohnraum, funktionierende Infrastruktur und gute Betreuungsangebote entscheiden darüber, ob Menschen in einer Region leben und arbeiten möchten. Bei der Integration internationaler Fachkräfte wurden schnellere Anerkennungsverfahren, weniger Bürokratie und mehr Unterstützung bei der betrieblichen Integration gefordert.
Am Ende des Abends stellte sich Bärbel Bas weiteren Fragen aus dem Publikum in der Town Hall. Die Ministerin unterstrich, wie wichtig der direkte Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern für die politische Arbeit ist. Gerade bei Themen wie Rente, Fachkräftesicherung, Qualifizierung oder dem zunehmenden Einsatz Künstlicher Intelligenz gehe es nicht nur darum, über Entwicklungen zu sprechen. Entscheidend sei auch zu verstehen, wie Veränderungen im Alltag der Menschen ankommen und welche konkreten Erwartungen und Sorgen damit verbunden sind. Die Anregungen und Hinweise aus Dresden werden deshalb dokumentiert, ausgewertet und in die weitere Arbeit des BMAS einfließen.