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Orientierung auf dem Arbeitsmarkt

17. Dezember 2018

Es ist nicht einfach, sich in einem fremden Land zurecht zu finden. Daher gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Sie erste praktische Erfahrung auf dem deutschen Arbeitsmarkt erlangen können.

Bauarbeiter auf Baustelle

Viele Initiativen, Kammern oder Verbände sowie Unternehmen bieten vor Ort berufliche Orientierungsmöglichkeiten an. So können Sie evtl. Vorkenntnisse beweisen und Erfahrung sammeln. Asylbewerber und geduldete Personen dürfen grundsätzlich bereits drei Monate nach Registrierung Beschäftigungen beginnen. Sie können allerdings nur dann eine Beschäftigung aufnehmen, wenn die Ausländerbehörde dies genehmigt und in der Bescheinigung über die Aufenthaltsgestattung bzw. Duldung vermerkt hat. Im Regelfall muss die Bundesagentur für Arbeit zustimmen. Sie prüft dabei, ob Sie zu vergleichbaren Bedingungen wie deutsche Arbeitnehmer beschäftigt werden. Nur in einigen Regionen mit angespannter Arbeitsmarktlage ist eine zusätzliche Vorrangprüfung notwendig.

Sie können dabei zwischen verschiedenen Formen wählen:

  • Als Hospitant sind Sie "Gast" in einem Unternehmen und benötigen keine Zustimmung Ihrer lokalen Ausländerbehörde.
  • In einem Orientierungspraktikum mit Hinblick auf eine Berufsausbildung oder ein Studium können Sie auch richtig mit anpacken. Sie benötigen für ein Orientierungspraktikum die Erlaubnis der lokalen Ausländerbehörde. Wenn das Orientierungspraktikum maximal 3 Monate dauert, gibt es allerdings Erleichterungen im Verfahren.
  • Über Arbeitsgelegenheiten im Rahmen des Arbeitsmarktprogrammsn "Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen" (FIMs) können Sie schon vor Abschluss Ihres Asylverfahrens erste Erfahrungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt sammeln: Sie können sinnvolle und gemeinwohlorientierte Beschäftigungen in und außerhalb von Aufnahmeeinrichtungen aufnehmen.
  • Wollen Sie eine gemeinnützige Tätigkeit betreiben, ist der Bundesfreiwilligendienst oder ein Freiwilliges Soziales Jahr das richtige für Sie. Dabei können Sie v.a. soziale Tätigkeiten kennenlernen, brauchen aber ebenfalls eine Genehmigung der lokalen Ausländerbehörde.
  • Darüberhinausgehende Praktika, die nicht der Orientierung dienen oder länger als drei Monate dauern, sind auch möglich, aber unterliegen den normalen Bedingungen zum Arbeitsmarktzugang.
  • Darüber hinaus gibt es weitere Möglichkeiten sich zu orientieren. Weitere Informationen erhalten Sie unter Unterstützung erhalten.

Un­fall­ver­si­chert im frei­wil­li­gen En­ga­ge­ment

Ehrenamtliches Engagement muss sicher sein - vor allem für die, die hier aktiv werden.